Aus dem Leben als Trauzeugin // Jetzt wird's ernst: Der ganz große Tag steht an – vor und in der Kirche

Nach einen tollen Junggesellenabschied, Hochzeitskleidkaufen, vielen Telefonaten, Planungen und einer schönen standesamtlichen Hochzeit zu den Kölner Lichtern war nun der Höhepunkt meiner Zeit als Trauzeugin gekommen – die kirchliche Hochzeit und die große Party mit über 60 Gästen, mit der Familie und Freunden. Ein Tag, an dem nicht nur der Trauzeuge und ich im Einsatz waren, sondern auch noch Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und Freunde, die alle Kleinigkeiten oder Großes zum Gelingen eines wundervollen Hochzeitsfestes beitragen wollten.

Und somit pflegte ich schon Tage und Wochen vorher Ablaufpläne, To Do Listen und ergänzte diese immer wieder um Planänderungen der Braut, Programmpunkte in Form von Überraschungen von anderen Gästen oder um unsere Ideen.

Den Tag vor der Hochzeit hatte ich mir freigenommen, um die letzten Vorbereitungen zu machen. Und so backte ich Törtchen, packte Geschenke für die Kinder, die vor der Kirche stehen würden, entschied mich noch einmal zwischen zwei Outfits, kaufte letzte Kleinigkeiten…

Hochzeit Gastgeschenke Kinder Blumenkinder Trauzeugin

Kleine Dankeschöns für die Vereins-Kinder, die die Braut trainiert – denn die werden vor der Kirche stehen und das Brautpaar begrüßen 

Und wachte am Morgen so gestresst auf, als hätte ich noch alles vor mir. Furchtbar 🙂 Zuerst ging es für mich zum Friseur um meine Haare glätten zu lassen – und da ich nicht in Bonn war, sondern in meiner alten Heimat musste ich mich dort für einen Friseur entscheiden. Glattföhnen kann ja jeder… kann jeder aber hinterher wurde mir leider ein merkwürdiges Zeugs in die Haare gegeben und ich war noch gestresster, denn nun sahen die Haare gar nicht mehr so seidig glänzend aus, wie sonst, wenn sie geglättet worden sind.

Aber für stressen war nicht genug Zeit – da ich auch für den Sektempfang nach der Kirche mit verantwortlich war, fuhr ich nun noch die letzten Laugengebäckstücke und Butter zu kaufen. Zurück zu Hause wartete meine Familie mit einem großen Frühstück auf mich… Und ich entschied mich dazu, doch kurz einmal den Stress-Pegel runterzufahren und noch einmal durchzuatmen. Doch 15 Minuten später stand ich in der Küche, um 40 Laugenstangen aufzuschneiden, zu schmieren und zusammen mit den Törtchen in diverse Kisten zu verpacken 🙂

Hochzeit Kuchen Törtchen Sektempfang Cupcakes  Trauzeugin

Das war schon eine logistische Herausforderung  – alles zusammenzupacken und darauf zu achten, für wann welche Kiste ist – Kirche / nach der Kirche / Party / Geschenk und eigene Klamotten für die Übernachtung, die Sachen aus dem Bad nicht vergessen, welche Schuhe… – und das unter Zeitdruck, denn in einer halben Stunde sollte ich bei der Braut sein. Die war nämlich schon bei einer Freundin, um sich dort von einer Kosmetikerin hochzeitlich schminken zu lassen. Spontan beschloss ich, mich auch erst dort zu schminken, umzuziehen…

Endlich kam ich dann los… voll bepackt an einem heissen Tag mit vielen Dingen, die alle Kühle brauchen. Und somit musste ich, angekommen bei der Braut, erst einmal dreimal hoch und runter laufen, um Laugengebäck mit Butter und Törtchen ins Kühle zu bringen… wohlwissend, das in einer Stunde wieder retour zu tragen.

In der Wohnung traf ich nicht nur die Braut und eine unserer Freundinnen, sondern auch einen schön vorbereiteten Tisch mit Prosecco, kleinen Süßigkeiten und einer Suppe – eine lustige Tradition unter uns Freundinnen – auf dem Herd für die letzten Happen vor dem kirchlichen Ja-Wort. Auch die Hasen standen symbolisch auf dem Tisch 🙂

Hochzeit Sekt Styling Trauzeugin

Und nun konnte ich auch langsam in Hochzeitsstimmung kommen. Ich schminkte mich neu, bearbeitete noch einmal meine „geglätteten“ Haare und zog mich an. Dann gab’s Suppe für uns fünf Freundinnen, denn die anderen zwei waren inzwischen auch gekommen, die kleine 2-jährige-Nachwuchs-Freundin und die beiden Jungs, die wir allerdings in ein anderes Zimmer „verbannt“ hatten.

Und dann hieß es: Zu viert der Braut das Kleid anzuziehen.. gar nicht so einfach mit all den Stoffen, Schnüren, Lagen, Röcken… aber es hat geklappt. Auch das „Strumpfband“ – gebraucht, geliehen und blau lag zu seinem Einsatz parat.

Hochzeit Styling Trauzeugin Brautkleid

Foto 3

Wenig später klingelte es und der Vater der Braut stand in der Tür. Überwältigt von der tollen Braut – verständlich 🙂

Dann hiess es für mich schon das Essen wieder nach unten ins Auto zu tragen und zur Kirche loszudüsen. Dort angekommen warteten schon viele schicke Gäste auf das Brautpaar, ich brachte nun erst einmal alles in die kühle Kirche.

Die Trauung

Dann begannen die Glocken zu läuten und alle Gäste nahmen ihre Plätze ein – nur ich wartete draußen auf die Ankunft der Braut mit ihrem Vater. Und dann kamen die beiden.. puh* ich war auch ganz schön aufgeregt. Wir gingen gemeinsam zum Kirchtor, ich richtete noch einmal die Schleppe des Kleides und ging dann auch zu meinem Platz. Und hätte gleich schon anfangen können zu heulen… wie der Bräutigam da vorne stand und sehnsüchtig auf seine Frau wartete. Und dann begann eine Sängerin „Marry me“ von Bruno Mars zu singen und mir liefen die Tränen. Die Braut kam mit ihrem Vater rein… ach, was für eine tolle Atmosphäre… Zu schön! Auch dem Bräutigam standen die Tränen in den Augen. So muss das sein!

Foto 2

Die Trauung war schön… mit der kleinen süßen Nichte, die die Ringe auf einem Kissen gebracht hat, weiteren tollen Liedern der Solistin, etwas nicht ganz so perfekt gesungenen Liedern der Gäste – so, wie das immer ist, wenn man in der Kirche gemeinsam singen soll… Und dann kam noch der Auftritt vom Trauzeugen und mir – denn wir hatten die Ehre, die Fürbitte gemeinsam mit dem Pfarrer zu lesen. Was ist das? Wiki verrät es: Eine Fürbitte ist ein Gebet, in dem ein Beter Gott für jemand anderen bittet. Und das taten wir vorne neben dem Pfarrer am Mikro – die Worte sollte man somit vorher schon ein paarmal laut gelesen haben, um sicher im Lesen zu sein und auch das Vaterunser zu können, war von Vorteil 🙂 Denn der Pfarrer behielt uns gleich vorne zum Mitbeten vor der ganzen Gästeschar.

Und dann war alles auch schon wieder vorbei, wir gingen nach draußen um zu gratulieren und um ein Gruppenfoto vor der Kirche zu machen. Vor der Tür standen schon die Vereinsmädchen Spalier und begrüßten die beiden mit Seifenblasen und einer kleinen Darbietung. Während umarmt und gratuliert wurde, ging ich zusammen mit Schwiegermama, Trauzeuge und ein paar weiteren Helfern neben die Kirche, um dort den Sektempfang vorzubereiten. Und der fiel größer aus, als gedacht. WOW! Kuchen, Laugengebäck, Mini-Pizzen, Haribo, Knabberzeugs, Sekt, Säfte, Wasser… leider habe ich ganz vergessen, Fotos zu machen, da ich so in Aktion war.

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Und während wir naschten und angestoßen haben, war das Brautpaar schon auf Fototour. Und nun folgt nur noch ein Teil von den „Chroniken einer Trauzeugin“ – der letzte Teil – die große Party – denn mit dieser hört eine aufregende Zeit als aktive Trauzeugin auf… was mache ich dann mit meiner Zeit? 🙂

CHRONIKEN EINER TRAUZEUGIN

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