Immer im Spotlight: Der Babybauch… und warum er eigentlich einen eigenen Ausweis bräuchte

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Ich glaube, von manchen Sachen kann man noch soviel hören und lesen, man weiß erst, was damit gemeint ist, wenn man es selbst erlebt. So ist es auch mit dem Schwangersein, insbesondere mit dem, was sich da Babybauch nennt. Denn ja, in der Schwangerschaft dreht sich alles um ihn. Nicht nur, dass BabyBB darin wächst und alles bekommt, was es so braucht, mit Baby BB wächst auch der Bauch, mit dem wachsenden Bauch können irgendwann alle sehen, dass da ein BabyBB auf dem Weg ist, der Bauch wird besonders eingecremt, braucht plötzlich neue Klamotten, schränkt in der Bewegung ein und ist Gesprächsthema, egal wann, egal wo und egal mit wem. Außerdem legt jeder gerne mal die Hand auf und betrachtet ihn als Individuum und nicht als Teil von MissBB. Bald braucht er noch einen eigenen Reisepass 🙂

Ja, das ist echt verrückt. Inzwischen bin ich in der 31. Woche angekommen (für die, die sich mit dem System noch nicht so auskennen 🙂 – noch 8 – 11 Wochen und BabyBB wird live und in Farbe mit dabei sein) und mein Bauch führt ein Eigenleben. Mal gibt’s hier eine Beule, mal wird da ein bisschen getreten, mal hängt ein Füßchen (ich nehme auf jeden Fall an, es ist ein Fuß) nah an den Rippen, mal zuckt der Bauch alle paar Sekunden, weil BabyBB einen Schluckauf hat. Und ich LIEBE es! Dann landet meine Hand ganz schnell auf dem Bauch und fühlt, was da gerade vor sich geht.

Der Kleine hat schon seinen ganz eigenen Rhythmus – meist wird er wach, wenn ich esse, dann im Laufe des Vormittags und vor allen Dingen abends, wenn ich hier sitze und schreibe, die Füße entspannt hochgelegt habe und mich nicht soviel wie tagsüber bewege. Dann kann auch der Papa die Hand auflegen und live miterleben, was sein kleiner Sohn da für eine Party feiert.

Neben Papas Hand liegen jedoch den ganzen Tag über immer wieder andere Hände auf BabyBB. Denn inzwischen sagt man dem Kleinen Hallo und Tschüß, man fühlt, wo sich gerade welches Körperteil befinden mag oder man ist einfach nur fasziniert davon, wie straff so ein Babybauch ist. Tatsächlich so, als hätte man einen Fussball verschluckt. Einen mit Massagefunktion – denn wenn BabyBB strampelt und turnt, dann fühlt sich das so an, wie das Innenleben von Massage-Sesseln, so, wie sie oftmals in Einkaufszentren zum Ausruhen stehen.

Aber der Bauch wird nicht nur befühlt, sondern auch „besprochen“. Das ist echt verrückt – ich glaube, mein ganzes Leben lang wurde mein Körper noch nie so intensiv besprochen, wie die letzten Monate. Mal ist der Bauch zu klein, mal ist er schon zu groß für die aktuelle Schwangerschaftswoche, dann ist der Neigungswinkel plötzlich schon so „eingestellt“, dass BabyBB bestimmt früher kommt,… nur, was antwortet man da? Kann sein? Man kann das meist ja selbst gar nicht so wirklich beurteilen und hinzu kommt: Jede Schwangerschaft ist anders. Natürlich gibt’s auch schöne Komplimente, die Mama schon ein kleines bisschen gerne hört (denn ja, die Silhouette ist eine andere und manchmal steckt man auch kurz in der „Robben-Krise“ – heisst, man fühlt sich wie eine unbewegliche Robbe, die sich kaum noch selbst die Schuhe zumachen kann und Hilfe beim Aufstehen braucht…).

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Lieb gemeinte Aufmerksamkeit ist natürlich schön. Schade, wäre es doch, wenn man schwanger wäre und keinen würde es interessieren… Das würde sich dann so anfühlen, wie meine letzte Bahnfahrt von Berlin nach Bonn. Ich bin nicht krank und gebrechlich, aber die Babykugel ist nicht mehr zu übersehen und Mamis sollten ihre Koffer ja nicht unbedingt alleine durch die Gegend wuchten. Das wissen mindestens die Erwachsenen. Von denen haben mir auf der ganzen Fahrt mit 4 x wegen Zugausfall umsteigen zwei Mitreisende geholfen… aber immerhin 🙂 Ansonsten habe ich jedoch das Gefühl, dass alle ein bisschen netter sind, wenn’s nicht gerade ums Bahnfahren geht. Im Bonner Hunkemöller wurde mir beim Warten an der Kabine ein Stuhl angeboten, im MediaMarkt wurde mir der Einkauf sogar bis zum Auto getragen, obwohl ich nicht gefragt hatte und auch meine lieben Kollegen sind ständig um mein Wohl bemüht (Dankeschön einfach mal an dieser Stelle).

Ja, jetzt ist’s nicht mehr lang. Und trotz des eigenständigen Babybauches kann ich mir noch immer nicht vorstellen, dass er bald schon wieder verschwunden sein soll und ein großes Mini-Wunder bei uns einzieht.

Bis dahin genieße ich jedoch noch jeden Tag, denn ob die Babykugel jemals wiederkommen wird? Ich habe noch einmal schöne neue Mami-Wear bestellt, habe ein Foto-Shooting gemacht, bewundere meinen Bauch immer wieder, streichele über mein kleines Baby darin – alles ein bisschen hormongesteuert, ich gebe es zu… aber einfach ein unglaubliches Gefühl! Und solange dürfen auch andere Hände ein bisschen von diesem unglaublichen Gefühl abhaben.

Und eine letzte Antwort auf eine Frage, die ich immer wieder höre: Ist es nicht komisch, dass da jemand in Deinem Bauch lebt? Ganz und gar nicht – sondern wunderschön. Da sich die Bewegungen ja erst mit der Zeit entwickelt haben, ist es nicht so, dass man plötzlich getreten wird, sondern man wünscht sich jede Regung im Bauch herbei und jede Bewegung lässt einen spüren: Da ist ein kleines Wunder, dass ganz schön aktiv ist und bald bei Dir sein wird! Und je stärker und spürbarer die Bewegungen werden, desto mehr weiß man: das kleine Wunder wird größer, kräftiger und ist bald bereit, auf die Welt zu kommen.

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