Fünf Sterne im Taunus – ein Bloggertreffen im Schlosshotel Kronberg

„Und wir haben hier eine ganz tolle Aktion im Advent. Einen weihnachtlichen English Afternoon Tea“. Oh, da wurde ich noch hellhöriger, als zuvor schon. Ein Nachmittag rund um den Weihnachtsbaum in der Bibliothek von Kaiserin Victoria, mit Blick in den Schlossgarten, mit einem flackernden Kamin, mit Pianomusik, mit Christstollen und Feuerzangenbowle, mit Champagner und Sandwiches und süßen Köstlichkeiten. Wer mich kennt, der weiß, dass das absolut meins ist. Weihnachten, diese ganz besondere Stimmung und die vielen Köstlichkeiten. Und dann noch in so einem besonderen Ambiente. Wie im Film.

Inmitten von anderen Reisebloggern saß ich mit einem köstlichen Dessert auf meinem Teller in der Bibliothek des 5 Sterne Schlosshotels Kronberg, als der General Manager Frank Zimmermann mit seinem österreichischen Charme noch weitere Einblicke in die Besonderheiten dieses geschichtsträchtigen Ortes, dieses Luxushotels gab. Eingeladen zum Reisebloggertreffen hatten Anja von Travel on Toast, Janett von Teilzeitreisender und die Agentur >Lobster Experience. Und das zu einem Abend voller kulinarischer Köstlichkeiten, historischer Geschichten, ehrwürdiger Räume und einer großen Portion Luxus.

Zwei Stunden Fahrt von Bonn nach Kronberg im Taunus hatte ich auf mich genommen, um mit dabei zu sein. Die Aussicht auf einen kulinarischen Ausflug, auf ein ganz besonders Hotel und auf die anderen Blogger – das hatte mich überzeugt, loszufahren. In Sachen „Historischer Programmpunkt“ wollte ich mich mal – hoffentlich positiv – überraschen lassen. Als jemand, der den Geschichtskurs eher langweilig fand und als jemand, der auf City-Trips eher dorthin geht, wo man auch was kaufen kann (Shops ;)) anstatt dahin, wo man nur gucken und nichts anfassen kann (Museen), ließ mich dieser Programmpunkt nicht unbedingt vor lauter Vorfreude in die Luft hüpfen. Schlossführungen… nun gut, da habe ich tatsächlich noch keine einzige in Erinnerung, die mich irgendwie nachhaltig begeistert hätte. Aber man kann ja nie wissen, oder?

Ankunft im Schlosshotel Kronberg

Schon die Auffahrt zum Hotel führte durch einen Park, der sehr gepflegt war und mich sogleich in eine andere Welt fernab der Autobahn eintauchen ließ. Erst Recht, als dann das Schloss auftauchte. Schon magisch, so ein Schloss.

Geparkt, ausgestiegen, und die steinernen Stufen auf einem roten Teppich ins Innere gegangen, wurde ich von Stuckdecken, Gemälden und Kunstobjekten empfangen. Und sehr freundlich von den Mitarbeitern begrüßt, die an der Tür auf die Gäste warteten und die Tür öffneten. Man zeigte mir den Weg zum imposanten Saal, in dem der Abend starten sollte. Nach einer Begrüßung durch die drei Veranstalter sowie das Hotel Management, durften wir Blogger in einer Präsentation der Agentur erfahren, was Luxus heute bedeutet und was Neuro Sales und Marketing damit zu tun haben. Im Anschluss gab Anja von Travel on Toast Einblicke in ihren Bloggeralltag samt Tipps und Inspiration. Nach einen Gruppenfoto auf der Terrasse wurden wir mit Sekt und AmuseGueule auch kulinarisch begrüßt. Ein toller Empfang von einem wirklich tollen, engagierten und brennenden Team des Schlosshotels.

Reiseblog

Dieser Spirit wurde noch von Herrn Dr. Jacobs, dem wohl passioniertesten, unterhaltsamsten und sprudelsten Schlossführer ever getopped! Wirklich – wenn nur einer meiner Geschichtslehrer so gewesen wäre, hätte ich wohl Geschichte studiert 😉

Mit ihm zusammen ging es dann auf eine kulinarisch untermalte Schlossführung, denn AmuseGueule und Sekt waren nur der Anfang eines leckeren kurzweiligen Abends, an dem wir auf den Spuren von  Victoria Princess Royal, der ältesten Tochter der britischen Königin Victoria wandelten. Die war durch ihre Heirat Königin von Preußen und deutsche Kaiserin geworden. Was sie mit dem Schloss zu tun hatte? Nach dem Tod ihres Mannes Kaiser Friedrich III zog sie sich im Sommer nach Kronberg zurück, den Winter hingegen verbrachte sie in Italien. Und das Schloss hatte sie ganz nach ihrem Geschmack eingerichtet. Ein Mix aus englischen, italienischen, deutschen und sogar chinesichen Elementen. Auch der Park ist im englischen Stil angelegt. Nur der italienische Rosengarten „bricht den Stil“. Daneben findet man im Park viele verschiedene Arten von Bäumen, denn die damals ehrwürdigen Gäste mussten bei ihrer Ankunft erst einmal einen Baum pflanzen 😉 Ein tolles Gastgeschenk und eine tolle Geschichte dazu!

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Doch weiter zur Schlossführung. Nach dem Sekt ging es eine Etage weiter nach oben, Dort wandelten wir vorbei an den Hotelzimmern, bis eines davon nur für uns offen stand. Aber nicht zum Schlafen sondern zum Weingenuss. Hier wartete ein Sommelier mit tollen Weinen auf uns, außerdem gab’s die nächste kleine Köstlichkeit. Wir hörten Geschichten zum Wein und konnten uns das Hotelzimmer einmal genauer anschauen. Alle Zimmer sind stets ein Mix aus historisch und neu, denn im Schlosshotel steht die Kunst nicht hinter Kordeln sondern darf erlebt werden.

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Weiter ging es zum nächsten Saal – wo ein kleines Süppchen serviert wurde. Und wieder begeisterte uns Herr Dr. Jacobs mit all den Geschichten. Wusstet ihr, dass es früher Damentreppen und Herrentreppen gab und im Schlosshotel auch noch gibt? Die Herrentreppen gleichen ein bisschen den Kellertreppen von heute in  ihrer Form und Breite, die Damentreppen haben ein solides Geländer, eine kleinere Stufenhöhe und sie sind viel breiter. Schließlich mussten die Ladies damals mit ihren wuchtigen Reifröcken auch nach unten kommen.

Der nächste Programmpunkte hieß Hauptgericht. Und das wartete mitten in der Küche des Schlosshotels auf uns. Wir standen quais vis a vis mit den Köchen, Töpfen und Spezialitäten. Das Gourmetrestaurant sei bis über die Grenzen hinaus für seine gute Küche bekannt. Für mich gab es Artischoken-Ravioli und feines Gemüse.

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Und ein paar tolle Geschichten aus der Welt des Hotels gab es zum Essen gleich dazu. Diskretion ist oberstes Gebot im Schlosshotel. Deshalb gibt es auch viele wichtige Gäste, die hier immer wieder wohnen und zu Stammgästen geworden sind. Schließlich ist das Hotel gut von außen „abgeriegelt“. Wer eine Suite bucht, der wird übrigens direkt zur Suite gebracht, um dort den Check-In zu machen. Und während dann „eingecheckt“ wird, wird an der Bar in der Suite schon einmal der Lieblingsdrink des Gastes gemixt. Den sich das Team nach dem ersten Aufenthalt des Gastes natürlich notiert hat.

Und wenn man will, dann kann man auch einen Frühstücksraum ganz für sich alleine buchen. Der dann sogar über einen versteckten Gang erreichbar wäre, wenn diese Form der Diskretion gewünscht ist. 10.000 weiße Blumen auf dem Zimmer oder ein Feuerwerk in Herzform? Hier werden alle Wünsche möglich gemacht. Auch, wenn man das ganze Schlosshotel mit seinen ca 60 Zimmern für sich mieten will, um eine rauschende Hochzeit zu feiern. Was für Geschichten dieses Schloss seit seinem Bestehen geschrieben hat und noch schreiben wird… das kann man sich einfach gar nicht vorstellen, glaube ich und das gäbe bestimmt ein heiteres abendfüllendes Programm.

Realer war dann das Dessert in der Bibliothek der Kaiserin. Inmitten von tausenden von Büchern, die die Kaiserin alle gelesen haben soll, durften wir Süßes schlemmen und Milchkaffee trinken, den Geschichten des Hoteldirektors hören und miteinander quatschen.

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Julia von Des Belles Choses // Me // Vanessa von Pieces of Mariposa – Danke für das Bild 🙂

Unser letzer Gang des Abends führte uns nach unten in den „Keller“. Dort warteten Sherry und Portwein wie eine tolle Auswahl an Käse und die letzten Gespräche auf uns, bis es dann für mich hieß: Oh, schon nach 23 Uhr? Ab auf die A3 gen Bonn! Nach einer herzlichen Verabschiedung ging es in die Nacht, und ich verließ diesen besonderen Ort wieder, zurück ins Heute.

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