#Beauty // Winterbeauty – Ab in die Eiskabine

Auch, wenn er noch in weiter Ferne scheint: der nächste Sommer kommt bestimmt. Sommeroutfits, Freibad und Beach, FlipFlops und Eiscreme – würdet ihr auch lieber heute als morgen eine Runde Sommer tanken? Auch, wenn ich die kalte Jahreszeit mag, verschneite Winterlandschaften liebe, so hätte ich nichts gegen eine Woche Sommer, Sonne, Sonnenschein, um dann schon einmal ein „bisschen aufgetankt“ in den Frühling zu starten.

Wo wir beim Sommer sind, bald werden wir uns nicht mehr vor ihnen retten können. Vor all den Tipps für Beachbodies, tolle Haut, und und und. Aber mal ganz ehrlich. Wenn man nicht im Kokon Winterschlaf macht sondern den Winter über auch aus dem Haus geht, dann lässt man sich doch auch in den kalten Monaten nicht gehen wie sonst ein Hefeteig. Schließlich ist man im Winter auch mal mehr oder weniger nackt. Im Bett, in der Therme, im Spa, bei der Massage,… und ich würde sagen: Auch da lebt es sich wohler, wenn man sich rundum wohl und gepflegt fühlt.

Außerdem ist dann auch das Delta zwischen Winterlook und Beachbody, wenn man auch im Winter auf sich achtet, nicht mehr so groß. Und somit starte ich heute in eine neue Serie, die sich über die nächsten Wochen ziehen wird. „Winterbeauty“. Ich teste für Euch Eiskabinen und Beautydrinks, verpasse meinen Augen ein besonderes Treatment, ich werde eine Schlankheits-Anwendung testen und bald mit den Wimpern klimpern. Alles Dinge, die man jetzt im Winter wunderbar machen kann, die gut tun und die einen als „Winterbeauty“ durch die kalte Jahreszeit ziehen lassen.

Und heute geht’s los mit der Serie.

Heute möchte ich Euch erzählen, warum ich mich letzte Woche – wo es doch sowieso draußen schon kalt ist – in -160°C begeben habe. Fast nackt.

Ab in die Eiskabine

Könnt ihr Euch vorstellen nur mit Unterwäsche bekleidet -160°C zu ertragen? Und das freiwillig? Also ich (eigentlich) auch nicht. Doch als ich von all den positiven Wirkungen hörte, die so ein Besuch mit sich bringen kann, wurde meine Neugier größer als mein Überlegen.

Eiskabine

Die Behandlung in der Eiskabine nennt sich auch „Ganzkörperkältetherapie“. Das Verfahren kommt eigentlich aus der Schmerz-Therapie, denn gerade bei Krankheiten wie Rheuma und Arthrose schafft es bei vielen Menschen über mehrere Stunden hinweg Linderung. Das ist so, weil der Kältereiz auf dem Weg zum Gehirn den Schmerzreiz überholt. Außerdem werden bei der bis zu 3-minüten Kälteanwendung viele Botenstoffe vom Körper ausgeschüttet. Botenstoffe wie Endorphine, Glückshormone, die sich direkt auf die Schmerzrezeptoren setzen und diese blockieren.

Nun fragt ihr Euch sicherlich: Und was hat MissBB damit zu tun? Mit Schmerztherapie glücklicherweise und dankbar nichts… aber man hat entdeckt, dass dieser massive Kältereiz noch viele weitere positive Dinge mit sich bringt. Auch in Sachen Beauty und Wohlbefinden.

Wie läuft’s?

Durch die künstliche Notsituation, in die der Körper gebracht wird – schließlich kann er nicht unterscheiden, ob ich wirklich auf einem Eisberg sitze oder ob ich im Kältenebel stehe – schaltet er sofort sein Programm um. Hauptfokus für ihn ist nun die Hauptorgane zu schützen und diese am Leben zu halten. Der Stoffwechsel wird angekurbelt. Und trotz der kurzen Dauer beginnt der Körper bereits damit, seine weißen Fettzellen in braune umzuwandeln, die ihm sofort Energie bringen.

Ja, das kann sich auch effektiv auf Beauty-Probleme „I just call it BBP“ auswirken – schon nach wenigen Anwendungen kann man hier Erfolge sehen, wenn man die Ernährung mit anpasst. Auch bei Hautkrankheiten, die Entzündungen hervorrufen – Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne – kann man positive Wirkungen sehen. Der Körper „arbeitet“ nämlich auch noch Stunden nach der Anwendung massiv, was Entzündungen schneller abtransportiert. Und last but not least: Durch das Ausschütten von Endorphinen ist die Kabine auch für Depressionspatienten zur Stimmungsaufhellung gut geeignet.

Erzählen kann man viel 😉 und ich wollte Euch nur mal das mitgeben, was mich im Beratungsgespräch überrascht hat – viel lieber erzähle ich Euch jetzt aber noch, wie es war. Denn natürlich bin ich mutig (von wegen) in den Eisnebel gestiegen.

Die Eiskabine steht in Bonn Pützchen bei der Heilpraktikerin Stephanie Theuerzeit. Hier in der Region ist sie die einzige, die so eine Kabine betreibt.

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missbonnebonne beauty bonn heilpraktiker eiskabine ganzkörperkältetherapie theuerzeit (6)Mit Stephanie hieß es dann als erstes ein umfassendes Gespräch zu führen, denn es ist wichtig zu erfragen, dass man auch wirklich für die Eiskabine geeignet ist. Verschiedene Krankheiten schließen einen Besuch nämlich aus.

Und dann heißt es: ausziehen und anziehen. Ausziehen alles bis auf die Unterwäsche, anziehen Handschuhe, Socken und Filzpantoffeln. Denn genauso wie der Kopf, der aus der Eiskabine herausschaut, dürfen Hände und Füße nicht ungeschützt im Eisnebel sein. Zu schnell würden sie zu kalt werden.

So schick angezogen stieg ich dann in die Eiskabine und wurde von Stephanie via Knopfdruck auf einem kleinen Podest so hochgefahren, dass mein Kopf oben wieder herausschaute. Dann wurde die Tür zugemacht, die ich aber jederzeit wieder hätte selbstbestimmt aufmachen können. Die Kabine war in diesem Moment schon ganz schön runtergekühlt aber dann erst kam der richtige eiskalte Nebel. Und es wurde kalt und kälter. Stephanie war die ganze Zeit mit im Raum und unterhielt sich mit mir. Dabei musste ich langsam auf der Stelle treten.

Und immer noch war ich ganz schön aufgeregt. So eine Kälte kann man sich nicht vorstellen und auch nicht, was der Körper wohl macht. Nach ungefähr einer Minute wurde es an meinen Beinen schon ganz schön kalt. Aber es war noch auszuhalten. Nach zwei Minuten merkte ich dann, wie es leicht stach in den Beinen und wie die Knie langsam steif wurden. Verrückt aber erklärbar, denn schließlich ziehen sich die Gefäße so zusammen, um alles Blut in der Körpermitte zu zentrieren. Am Bauch habe ich kaum gefroren.

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Und dann war  es auch schon vorbei. Stephanie öffnete die Tür und etwas steif-beinig stieg ich aus der  Kabine. Irgendwie aber auch ein bisschen selig gestimmt. Verrückt, was mein Körper gerade gemacht hat. Dann hieß es auch schon anziehen und ich hatte meine erste Ganzkörperkältetherapie erfolgreich hinter mich gebracht 🙂

UUUUND ich muss was sagen: Ich bin keine grumpy cat, aber der Endorphin-Schub hielt mich wirklich den ganzen Tag positiv gestimmt! Hätte ich nicht gedacht! Auch mein Körpergefühl war positiv.

Nun überlege ich natürlich, ob ich noch 2 – 3 x gehe, um weitere Effekte zu spüren. Ach ja, und auch ein leichtes Hüngerchen überkam mich. Durch das Verbrauchen von bis zu 700kcal während einer Anwendung, kann ein leichter Heißhunger aufkommen. Deshalb dürfen zum Beispiel Diabetiker mit einer Neigung zu Unterzuckerung nicht in die Kabine.

Mein Fazit… der ganze Respekt vorher war umsonst, es ist schon irgendwie spooky, aber hinterher lohnt es sich umso mehr 🙂

missbonnebonne beauty bonn heilpraktiker eiskabine ganzkörperkältetherapie theuerzeit (8)Eiskabine

Spannungs-Frei
Stephanie Theuerzeit
Pützchens Chaussee 148
53229 Bonn

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