#missbbontour // Ein Überraschungstrip nach Paris / Wochenende Paris

Werbung (Thalys) // Anfang September hatte der Liebste Geburtstag. Und da er gar nicht so einfach zu beschenken ist und Zeit zu Zweit so wertvoll ist, schenkte ich ihm kurzerhand folgendes: Einen hübsch verpackten Briefumschlag, in dem nichts weiteres stand als : Gutschein für ein Dinner in luftiger Höhe. Ohne Ortsangabe, ohne Zeit, ohne Hinweise. Das große Raten ging los. Auf einem Berg? Dinner in the Sky? Heißluftballon? Fernsehturm… Doch von mir gab es keine Tipps, sollte es doch bis zum Schluss eine Überraschung sein. Erst am Abend vor der Abreise, als es ums Packen ging, gab es ein paar Tipps zum Gepäck, die das Raten jedoch nicht einfacher machten.

Und auch der Hinweis am nächsten Morgen: Abfahrt in Köln half nicht viel.

Und so ging es früh um 7 Uhr von Bonn zum Kölner Hauptbahnhof, denn genau hier sollte die Reise losgehen. Der Babyboy war bei Oma & Opa untergebracht, Zeit zu Zweit. Und das wohl wo? Der Weg zum Gleis verriet es dann: PARIS NORD!

Wochenende Paris

Auf geht’s ins Abenteuer: Ein Wochenende Paris

Genau, ein Wochenende Paris sollte auf uns warten. Und nun war die nächste Frage fast ein Leichtes: Wo würde wohl das Dinner in luftiger Höhe stattfinden? Yes, auf dem Eiffelturm.

Die Freude des Liebsten war groß. Meine Vorfreude sowieso.

Nach Paris bringen sollte uns der Thalys. In gerade mal etwas mehr als drei Stunden, mit drei mal Halt (Aachen, Lüttich, Brüssel) nach Paris Nord. Vom Zeitaufwand her schneller als Fliegen und als Autofahren sowieso. Dazu noch ganz bequem. Hin fuhren wir in der ersten Klasse. Der Zug, plüschig rot, große Sessel, ganz schön bequem. Wir hatten reservierte Plätze, der Zug war ausgebucht. In Fahrtrichtung (yippieh) ging die Reise los. Mit einem fast durchgängig super funktionierenden WLAN, Steckdosen am Platz und einem Zugbegleiter, der erst einmal Frischetücher brachte. Wie im Flieger 🙂

Und kaum hatten wir es uns bequem gemacht und „eingegrooved“, folgte schon der Bordservice, den es in der ersten Klasse gibt. Serviert wurde eine Auswahl von drei Snacks – Croissant, Pain au Chocolat und dazu Kaffee, Tee, Saft oder Wasser, Obst und etwas Süßes oder ein herzhafter Snack. Einige Zeit später gab es noch einmal eine zweite Runde Drinks.

Und ich schloss die Augen und genoss einfach mal das süße Nichtstun.

Einige Zeit später hielt der Zug in Brüssel, was hieß: das Serviceteam würde eine zweite Snack-Runde gehen. Auch hier gab es wieder eine Auswahl an drei Optionen, leider waren bis zu uns 2 schon aus… das war schon etwas schade, klar wirft man so als Zug-Team am Ende weniger weg, aber dass man – schließlich bucht man das mit – am Ende das nehmen muss, was übrig ist, ist nicht ganz 1st class 😉 Dennoch waren Obst und Süßes auch willkommen.

Und dann war die Zeit im Zug wie im Flug vergangen, wir fuhren im Pariser Gare du Nord ein. Ach, Bonjour Paris!


Geplant hatte ich die Weiterreise zum Hotel nicht minutiös. Da ich schon mehrmals in Paris war vertraute ich einfach, dass wir mit der Metro schon dort ankommen würden. Wir verließen das Gleis gen Bahnhof, staunten über all die Sicherheitsvorkehrungen (Kofferkontrolle, Schwerbewaffnete..) und folgten der Ausschilderung M – für Metro. An der Info kauften wir das 3-Tages-Paris-Visite Ticket für ca 27 Euro pro Person, studierten den Metro-Plan und stellten fest, dass unsere Station Pigalle gerade mal nur einige wenige Stopps entfernt war, mit nur 1x umsteigen. Auf in den Untergrund.

Die Fahrt ging los. Und schon waren wir da.

Und dann standen wir mitten im Rotlichtviertel. So… erklärt mich für naiv… natürlich wusste ich, dass Moulin Rouge in Pigalle liegt, haha, aber das dort auch Live Strip, Sexodrom, MassageSpa und Co liegen… ich glaube, ich war damals bei Blanche (der Metro Station direkt vor dem Moulin Rouge aus- und auch wieder eingestiegen). Nun gut – waren wir also quasi auf der Pariser Reeperbahn.

Wochenende Paris Kurztrip Reiseblog Empfehlungen Städtetour Missbonnebonne Blog Köln (15)

Wir checkten im Hotel ein und ich hoffte, dass das wenigstens nicht schmuddelig sein würde. Das war es in der Tat nicht und es war perfekt. Ziemlich neu, (extra gebuchter) Blick auf Sacré Coeur, angenehm und eben genau neben der Metro Station. Check-In und eine Runde ankommen, frisch machen…

Auch, wenn man als Eltern on tour gerne mal einfach nur chillt, so waren wir dafür nicht nach Paris gekommen. Mit einem Stadtplan ausgestattet ging’s zu Fuß gen Champs-Elysées. Gut eine Stunde liefen wir dorthin, aber genau das ist ja das Schöne an City-Trips. Einfach loslaufen, hinter jeder Ecke wartet schon wieder etwas Neues zu entdecken. Außerdem hätten wir ja alle paar Meter einfach in die Metro steigen können. Auf dem Pracht-Boulevard angekommen gingen wir erst einmal essen. Bei Vapiano 🙂 So ist es… erstmal Bekanntes nehmen. Den Nachtisch sollte es bei LaDurée geben… aber no, die Schlange war einfach zu lang.

Dann schlenderten wir gen Triumphbogen… immer wieder schön der Anblick. Stoppten im ein oder anderen Geschäft, überquerten die Straße, um auf der anderen Seite wieder hinabzulaufen. Bei „Unisex“ gab’s noch Cocktails bei guten Beats und mit der Metro ging es dann wieder zurück nach Pigalle. Wo an einem Freitagabend das Leben tobte. Aber auch mit vielen Party-People, also nicht so, dass ich mich hätte fürchten müssen. Wir aßen Sushi auf der Straße, tranken ein „Büdchen“ Heineken und gingen dann langsam gen Hotel. Bon nuit, Paris! Natürlich nicht, ohne noch einmal einen Gruß an die Sacré Coeur zu lassen.

Wochenende Paris

Am nächsten Morgen schliefen wir erst einmal aus, machten uns in Ruhe fertig – nicht ohne einen Gruß an die Sacré Coeur dazulassen. Hotelfrühstück hatten wir nicht gebucht, schöner ist es doch, draußen zu essen. Und mit dem Café direkt um die Ecke fanden wir da den perfekten Ort, den wir auch am nächsten Morgen aufsuchten. Obwohl es schon nach 11 war, bestellt ich das Frühstück – Pain Perdu, ein Getränk, frisch gepresster O-Saft, Omelette und Tartine (15 €), der Liebste Burger, da er schon im Lunch Modus war. Gemütlich genossen wir mit Blick auf die Straße… und planten den weiteren Tag. Heute sollte es zu den Galeries Lafayette & Co gehen und auch den Weg liefen wir wieder zu Fuß.

Und dann „verschluckten“ uns die Galerien erst einmal. Bestimmt zwei Stunden blieben wir dort. Viel gekauft haben wir gar nicht, aber uns einfach beraten lassen, tolle Dinge entdeckt.. und Hunger bekommen. Aber vorher wollten wir noch die Dachterrasse des Kaufhauses besuchen. Das müsst ihr auch der tun. Der Blick grandios, die Bar toll. Es gibt dazu auch einfach eine Aussichtsplattform, wenn ihr nur mal schauen und nichts trinken wollt. Nun aber wirklich Hunger.

Da ich voller Freude gegenüber ein Pret a Manger entdeckte, gab’s dort köstliches zu Essen. Auch dort wurden – wie auch in den Galeries Lafayette – übrigens die Taschen kontrolliert. Ja, Paris ist ein Ort voller Sicherheits-Checks geworden.

Mit der Metro fuhren wir wieder zurück ins Hotel, für den Abend fertigmachen.

Denn an jenem Abend sollte das „Dinner in luftiger Höhe“ stattfinden. Schick gemacht, mit einem weiteren „Büdchen“ Heineken in der Hand fuhren wir erst bis zum Triumphbogen und stiegen dann um, um bis zu Bir Hakim zu fahren. So heisst die Station direkt am Eiffelturm. Der Weg zum Eiffelturm von dort eher nicht so schön – deshalb mein Tipp: Bei Trocadero aussteigen. Da lauft ihr auf den Turm zu, was einfach wunderschön ist.

Nicht so wunderschön war das Ankommen am Eiffelturm. Das letzte Mal war ich vor 4 Jahren dort, und der Eiffelturm und der Platz darunter war noch Flaniermeile. Nun „Sicherheitsgebiet“. Um den Platz herum ein Zaun aus Stahl und Eisen, der Eintritt durch Security-Checks mit Taschenkontrolle und Metalldetektor. Umso mehr knubbelte es sich vor den Eingängen, wo fliegende Händler in Massen Mini Eiffeltürme verkauften…

Da ich schon zuvor das Ticket für das Dinner im Restaurant 58 auf dem ersten Level gebucht hatte, mussten wir nur noch unsere Lift-Tickets am Restaurant-Desk abholen und konnten bevorzugt sofort in den Lift steigen. Schon ein unromantisches Gefühl, unterm Eiffelturm, umgeben von Zäunen… Auch beim Lift Check-In wieder Sicherheitskontrollen.

Dann ging es mit dem Lift 114 Meter nach oben. Natürlich mit Blick nach draußen und Lift-Führer. Schon toll! Oben am Restaurant angekommen, warteten Seater auf die Gäste (man kann einen von 2 Slots buchen, wir hatten den um 21 Uhr) und brachten uns zu unserem Tisch. Am Fenster mit Blick in den Turm. Es gab Champagner, Wein und Wasser und drei Gänge mit Kaffee am Ende.

Immer wieder wurde im Restaurant applaudiert… Hochzeitsanträge fanden statt, Geburtstage wurden gefeiert. Wir genossen nur den Moment und waren dankbar für die Zeit zu Zweit. Gegen 22.30 machten wir uns nach unten auf und waren um 23 Uhr wieder unten und am Seine Ufer, um das magische Funkeln des Turms zu bestaunen. Das gibt’s jede volle Stunde.

Ab Trocadero gings dann über die Station am Triumphbogen wieder gen Hotel und einem Abstecher ins Pigalle-Nachtleben. Dank Winterzeit Umstellung hatten wir eine Stunde mehr 🙂

Den letzten Tag frühstückten wir erneut „um die Ecke“. Eigentlich war ein Insta-Frühstück geplant – die MissBB hatte da so ein Café ausgesucht – aber es regnete und so beschlossen wir, einfach nochmal so lecker, wie am Tag zuvor zu frühstücken.

Und ein Glück, der Regen hörte auf. Zu Fuß ging‘s gen Place du Tertre, der Weg dahin war an sich schon toll. Das Viertel oberhalb Pigalle ist voller kleiner Cafés, Shops,… und vielen Treppen auf dem Weg nach oben. Oben angekommen tauchten wir in das Gewusel des Place du Tertre ein, der Platz der vielen Maler und Künstler. Einem emsigen Scherenschneider musste ich mehrmals versichern, dass ich keinen Scherenschnitt von mir haben wollte und mehrmals wurden wir auf ein Porträt zeichnen eingeladen. Ohne Scherenschnitt und Porträt genossen wir den Ausblick von den Stufen vor der wunderschönen Sacré Coeur auf einen Großteil der Stadt.

Wochenende Paris Kurztrip Reiseblog Empfehlungen Städtetour Missbonnebonne Blog Köln (15)

Stiegen die Treppen bis ganz nach unten und beschlossen, die letzten Stunden in Paris nochmal dem Shoppen zu widmen. Das Kaufhaus Printemps wurde dazu auserwählt, wobei mir die Galeries Lafayettes doch ein bisschen besser gefallen. Die sind irgendwie mondäner. Weil die Zeit nur so rannte und knapp wurde, gab’s nach dem Shoppen erneut einen schnellen Lunch bei Pret a Manger, bevor es mit der Metro zurück ins Hotel ging.

Die Koffer dort abgeholt und mit der Metro gen Gare du Nord. Irgendwie wählten wir dort jedoch die falsche Station zum Aussteigen und waren endlos zu Fuß unterwegs. Zwar im Bahnhofsgebäude, aber das ist so groß wie ein Flughafen. Nur mit Nachfragen fanden wir unser Gleis. Da wir dennoch Zeit bis zur Abfahrt hatten, gab’s noch einen Crêpe zum Abschluss, der leider nicht der beste war. Egal, wir hatten noch Pret a Manger Proviant mit dabei.

Eine halbe Stunde vor Zugabfahrt um 15:55 gingen wir dann wieder ins Bahnhofsgebäude und staunten nicht schlecht über die lange Schlange am Zug-Check-In. Denn ratet: Yes, Sicherheitscheck. Wie am Flughafen. Die Koffer wurden durchleuchtet, wir mussten durch so einen Detektor laufen. Trotz hunderten von Menschen fuhren wir pünktlich los. Dieses Mal zweite Klasse, was an Komfort jedoch nicht viele Einbußen mit sich brachte. Etwas kleinere Sitze, etwas weniger Sitzabstand, aber dennoch bequem, Steckdosen, WiFi. Nur kein Bordservice. Die Fahrt verging fast wieder wie im Flug und nach etwas mehr als 3 Stunden kamen wir in Köln an. Happy, von der tollen Reise, all den Eindrücken und mit voller Vorfreude auf den Babyboy.

Hach Paris, trotz all der kleinen Einschränkungen und neuen Bilder bist und bleibst Du toll! Und ein Wochenende Paris lohnt sich total!

 

3 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*