Eine Hommage an alle Discoqueens!

MissbonneBonne and a baby Mamablog Babyblog Bonn Mamablogger Mamablog

Seitdem BabyBB bei uns eingezogen ist, sind die Nächte kürzer geworden, der ruhige Schlaf weniger. Unser neuer zuckersüßer Mitbewohner hat 6 – 10 Mal pro Tag Hunger, will natürlich auch nachts „essen“. Und er sieht es gar nicht ein, lange auf seine Mahlzeit zu warten. Egal, ob am Tag oder in der Nacht. Was mit einem leisen Rumgebrabbel anfängt wird schnell lauter. Schon lustig irgendwie, wenn man sich das mal vorstellt. Gerade nachts. Dann wacht so ein kleiner Mensch auf, um ihn herum ist es leise und dunkel, alle anderen schlafen, er selbst hat jedoch den größten Hunger und muss jetzt schnellstmöglich die im Raum aufwecken, die den Hunger stillen kann. Und ja, das hat bislang immer ganz gut geklappt, das Baby ist noch nicht nachts verhungert.

Und dann braucht der Kleine seine Zeit. Auch mitten in der Nacht. Mal 10 Minuten, mal 30 Minuten, bis der Hunger gestillt ist. Mal wird noch Quatsch dabei gemacht, es wird gelacht und imaginären Freunden eine Geschichte erzählt, mal liegt er da, die Augen zu, fast wieder eingeschlafen – das Einzige, was dann beweist, dass er es noch nicht ist: ein Saugen, Schmatzen und Schlucken.

Und somit ist die Mama jede Nacht zwischen 1 und 5 mal für 10, 30 oder auch mehr Minuten gefragt. Im Dämmerlicht, denn nachts bleibt’s kuschelig dunkel, um dem Baby nicht den Tag zu simulieren – außerdem ohne großes Aufhebens, ohne große Worte und Liebkosungen, denn nachts geht’s nur ums Sattwerden – tagsüber ist der Zeitpunkt für alles andere, nachts soll der Kleine feststellen, dass nach dem Stillen wieder Schlafenszeit ist. Hoffentlich – denn nicht immer schläft er seelig beim Trinken ein, um dann von mir einfach nach dem Stillen wieder „zurückgelegt“ werden zu können. Manchmal heisst es dann: Ab auf dem Arm mit dem Kind und durch die Nacht wiegen, wippen und tanzen.

Wer jede Nacht bei all dem Spektakel mit mir „aufsteht“ ist mein iPhone. Das hört sich jetzt unromantisch & „süchtig“ an, weil ich auch tagsüber oft online bin, aber nachts gibt’s zwei gute Gründe. Grund Nummer eins: Um beim Stillen im Halbdunklen nicht einzuschlafen – viel muss man als Mutter ja nicht machen, weshalb die Augen immer mal wieder kurz vor dem Zufallen sind – surfe ich dabei oft auf dem Handy. Das kann man bekannterweise ja auch ganz gut im Dunklen. Dann lese ich interessante Artikel, andere Blogs oder stöbere auf Instagram, kommentiere hier, like da. Grund Nummer zwei: Wenn es doch zum Tanzen, Wiegen und Wippen kam, bin ich danach erst einmal wach… Licht an und Lesen geht jedoch nicht, weshalb ich dann einfach online noch ein bisschen stöbere,  bevor ich wieder einschlafen kann.

Und vor einigen Tagen wurde mir dabei plötzlich eines bewusst: Ich bin nicht alleine wach. Um 2.00 Uhr. Oder mal um 3.00… manchmal auch um 4.00 oder um 5.00 Uhr. Denn so wie ich Bilder kommentiere oder auf „Gefällt mir“ drücke, so tun das um diese nächtlichen Uhrzeiten tatsächlich auch noch andere User. Und bei einem Blick auf deren Profile stellte ich fest: Auch alles Mamas. Mamas, die die Nacht zum Tag machen, die mit ihren Babies aufstehen, sie stillen, die ihre Kinder in den Schlaf wiegen, die Windeln wechseln oder durchs Wohnzimmer tanzen, um den Kleinen beim Einschlafen zu helfen. Und das oft mehrmals in der Nacht, während der Rest der Republik friedlich schläft.

MissBonneBonne Baby

Was man wohl sehen würde, wenn man die Dächer abdecken würde, um mal von oben in die Häuser zu schauen? Tanzende Mamis in wilden „Disco-Outfits“ à la Nachthemd oder Schlafanzug, lachende oder schreiende Babies, man würde Spieluhren hören oder Kinderlieder, man würde ein zufriedenes Schmatzen hören oder ein Beschweren, weil Wickeln keinen Spaß macht. Immer ging wieder hier ein Licht an, da eines aus, hier wieder eines an.

Und da muss ich tatsächlich einmal sagen: Respekt an uns! Man lobt sich ja eigentlich nicht selbst und ich mache das „Spektakel“ ja auch erst seit 6 Wochen mit – aber Respekt! Dass die Nächte unruhiger werden, darauf bereitet man sich vor – was das aber wirklich heisst, sieht, spürt und fühlt man aber erst, wenn man mittendrin steckt. In der Baby-Welt. In der man ins Bett geht und nicht weiß, ob man jetzt eine Stunde Schlaf hat oder vielleicht sogar vier. In der man nicht weiß, ob der Kleine direkt beim Stillen wieder einschläft oder ob er dann erst einmal eine halbe Stunde um 3.00 Uhr bespaßt werden möchte – und das bitte auf Mamas Arm, aber nur im Stehen, wenn Mama in Bewegung ist. In der man nicht weiß, ob es nach dem Stillen um 6.00 Uhr noch einmal eine Schlafphase gibt und man es noch einmal bis 9.00 Uhr schafft, oder ob man jetzt schon einmal in den Tag starten wird – mit Make-up natürlich, so dass man sich nicht so müde fühlt, wenn man in den Spiegel schaut.

Und, oh nein, die wahren Disco-Queens dieser Welt sind nicht die, die am Wochenende feiern gehen – nein, das sind die Mamis, die jede Nacht zum Tag werden lassen. Zusammen mit ihrer dauerhaften Disco-Bekanntschaft. Dem Baby.

Und während ich hier schreibe, schläft BabyBB neben mir in Bauchlauge und bereitet sich sicherlich schon für seinen nächsten Einsatz vor, dieses Mal im Tageslicht. Ich habe die letzte Schlafphase bis 9 oder 10 Uhr heute nicht mitgenommen – stattdessen meinen PC mit ins Bett.

Habt einen tollen Sonntag, ihr Discoqueens 🙂

Und unter dem Hashtag #momsrock findet ihr – initiiert von Lucie Marshall – viele weitere Posts zum Thema: Was Mamis so richtig gut machen 🙂

Hier gibt’s alle Posts rund ums “MissBonn(e)Bonn(e) & a Baby”

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