Fünf Tage Pützchens Markt 2027 – und ich war an vier davon da.
Wenn man mich fragt, was Pützchens Markt für mich ist, fällt die Antwort inzwischen gar nicht mehr so leicht. Denn natürlich ist es unsere Bonner Kirmes. Aber irgendwie ist es eben auch viel mehr als das. Ein Highlight mit inzwischen ganz schön vielen Familientraditionen, unser Ort zum Abendessen, zum Freunde treffen, zum Bonner Bekannten “Hallo” sagen. Zum Tanzen und Schlendern.
Und viel Family Time & neue Erlebnisse ins “Marmeladenglas” packen. Gemeinsam über den Markt spazieren, Champignons mit Knoblauchsoße essen, Churros und Pommes mit viel Mayo, ein riesiges Backfischbrötchen – und natürlich jedes Jahr aufs Neue überlegen, welche Fahrgeschäfte wir uns zutrauen. Oder besser gesagt: welche wir uns nicht zutrauen. Und das “nicht” überwiegt. Nichts, was sich dreht, was monoton schaukelt, was aussieht, als bräuchte man eine Lebensversicherung.



Dieses Jahr ganz neu auf unserem Programm: der Festzug zur Pützchens Markt 2027 Eröffnung
Zum ersten Mal haben wir uns in diesem Jahr auch den Festzug zur Eröffnung angeschaut. Ein schöner Auftakt für fünf Tage Pützchens Markt und gleichzeitig ein kleiner Reminder daran, wie tief die Tradition dieses Festes in Bonn und der Region verwurzelt ist.
Danach ging es natürlich direkt hinein ins Getümmel.
Und während die Mausi voller Begeisterung auf die wilden Fahrgeschäfte geschaut hat, kam bei uns als Familie schnell die Ernüchterung: Keiner ihrer drei Familienmitglieder wollte mit ihr fahren.
Nicht ein Fahrgeschäft. Nicht mal eins.
So schlimm, dass am Ende sogar Tränen flossen. 🥹
Und was soll ich sagen? Wir drei Erwachsenen bleiben bei unserem Motto:
Better safe than sorry. Oder etwas weniger elegant formuliert: Wir haben einfach keine Lust auf Übelkeit.
Also musste die Mausi leider feststellen, dass ihre Familie in Sachen wilder Fahrgeschäfte nicht unbedingt die mutigste ist. Aber dafür gings in alle crazy Häuser.
Zusätzlich haben wir unser Geld an anderer Stelle sehr zuverlässig losbekommen. Beim Kamelrennen zum Beispiel. Und natürlich am Greifautomaten, der einem jedes Mal aufs Neue vorgaukelt, dass dieses eine Plüschtier jetzt aber wirklich ganz sicher mit nach Hause kommt.

Hat natürlich nicht funktioniert. Mehrfach. Aber am Ende haben wir drei neue Plüschtiere bei uns wohnen. Und für nächstes Jahr haben wir einen Vorsatz: Wir müssen jemanden Mutigen mitnehmen. Jemanden, der freiwillig in wilde Fahrgeschäfte steigt.
Pützchens Markt 2027 ist das vielleicht größte Bonner Netzwerktreffen
Was ich an Pützchens Markt genauso mag, wie das Essen und den Kirmestrubel:
Die Menschen.
Denn Pützchens Markt ist für mich inzwischen ein riesiges Bonner Netzwerktreffen. Hier trifft sich gefühlt die halbe Stadt – und zwar quer durch alle Bereiche. Karneval, Basketball, Fußball, Wirtschaft, Gastronomie, Kultur, Medien, Vereine und natürlich ganz viele Menschen, die man irgendwann irgendwo kennengelernt hat.
Und das Schöne: Niemand muss dafür einen Networking-Termin in den Kalender eintragen.
Man geht einfach über den Markt. Und bleibt stehen. „Ach, du bist auch hier!“ Gerade in Bonn funktioniert dieses Prinzip ganz wunderbar. Denn hier kennt irgendwie immer jemand jemanden. Und auf Pützchens Markt kommen sie alle zusammen.

Pützchens Markt ist eben nicht nur Kirmes. Es ist ein Stück Bonner Lebensgefühl.
Und nach vier von fünf Tagen kann ich jetzt schon sagen:
Ich freue mich auf 2027. ❤️🎡… schaut mal, das hier war 2016.
