Die Sache mit der Hand auf dem Babybauch :)

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Meine Baby-App hat mir gesagt, dass ich ab dem 5. Mai – da war ich in der 18. Woche – erste Bewegungen des Babies spüren könnte. In Foren sprachen manche Mamis davon, das Baby schon in der 14. Woche gespürt zu haben, manch andere hatten erst in der 23. Woche ein zartes Klopfen vernommen. An diese Äußerungen angeschlossen, gab es Diskussionen darüber, ob die frühen Mamis einfach andere Regungen im Bauch in der 14. Woche für das Baby gehalten hatten oder ob die in der 23. Woche vielleicht vorher nicht achtsam genug waren?

Und so gibt es online unzählige Diskussionen, Foren und Beiträge zum Thema „Erste Kindsbewegungen“. Darüber, wann man es spürt, was man spürt, wann man schon über das „Spüren“ drüber ist, und unbedingt zum Arzt gehen sollte, wie oft man spürt… Und wieder einmal stellte ich fest, die Schwangerschaft durchlebt man doch tatsächlich irgendwie immer schrittweise – der erste Ultraschall, die ersten 12 Wochen, die die kritischsten sind, die Zeit zum nächsten Ultraschall, die ersten Kindsbewegungen… Immer gab und gibt es ein neues Ziel im Babybauch-Leben. Und bislang hatte ich vor jedem Schritt gedacht: Ach, wenn ich den Schritt erst einmal hinter mir habe, dann ist der Rest nur noch Genießen und Entspannen. Pustekuchen 🙂 Und somit hieß der Schritt irgendwo zwischen der 16. und 19. SSW: BabyBB spüren. Und damit kam die Zeit des genauen Hinfühlens, Innehaltens und Luft anhaltens, um herauszufühlen und – finden, ob sich im Bauch mehr bewegte als ein Magenknurren. Gerade nach der „Ich fühle mich gar nicht mehr schwanger Phase“ hoffte ich auf ein echtes Zeichen.

Und tatsächlich hatte dieses Mal die App Recht, denn noch in der 18. SSW sollte ich zum ersten Mal „Feedback“ von BabyBB bekommen. Welches übrigens sehr romantisch veranlagt zu sein scheint, denn ich vermute, dass ich zum ersten Mal bei der Hochzeit einer meiner besten Freundinnen ein „Hallo Mami“ spürte. Warum vermute ich das nur? Weil es zwar ein Gefühl war, das anders war, als Gefühle, die ich sonst im Bauch habe, doch woher sollte ich genau wissen, dass das wirklich das Baby war? Manche Mamis beschreiben es als Blubbern, andere wie ein Muskelzucken, noch andere wiederum sagen, es fühle sich an wie Schmetterlinge im Bauch oder einfach wie ein ganz sanftes, federleichtes Stupsen. Das sind für mich mindestens 2 unterschiedliche Arten – entweder Stupsen oder „Vibrieren“.

Für mich fühlte es sich an, wie die Blubberblasen, die entstehen, wenn man durch einen Strohhalm in ein Glas pustet. Und ich fragte mich, was BabyBB wohl im Bauch machte, um dieses Gefühl zu erzeugen? Breakdance? Ich hätte in meiner Vorstellung, wie sich so ein kleines Baby anfühlt, eher auf das sanfte Stupsen als erstes Gefühl getippt. Und somit wartete ich auf Wiederholung und damit auch auf die Bestätigung der ersten Kontaktaufnahme. Die gab’s am selben Tag nicht mehr, jedoch am nächsten. Und irgendwie tatsächlich immer wieder mal. Aber meist nicht mehr als 2x am Tag.

Manchmal blubberte BabyBB auch bei der Arbeit und so saß ich plötzlich ganz andächtig da und hielt verstohlen die Hand auf den Bauch. Auch, wenn man von außen noch nichts spürte, so fühlte ich mich dem kleinen Baby dadurch schon irgendwie ein bisschen näher. Außerdem hoffte ich, dadurch von außen einen kleinen Widerstand zu erzeugen und somit auch das eher vermutete Anstupsen zu spüren. Vielleicht habe ich das auch, aber man kann sich da doch einiges einbilden. Bei so einem kleinen 13 cm großen Wesen (noch wird die Länge vom Kopf zum Steiß gemesssen – die Beine werden erst ab der 21 SSW mitgerechnet) ist ja noch viel Platz im Bauch.

Und dann fuhr ich in den Urlaub – und drei Tage kam kein Blubbern. Immer wieder hielt ich inne, traute mich manchmal kaum zu atmen, um das Gefühl in den Bauch hinein nicht zu verlieren, aber ich spürte nix. Und fragte natürlich Google… kann das sein? Google fragt man nicht (das hätte ich ja inzwischen wissen müssen, aber was macht man weit weg im Urlaub?), denn dadurch meldet sich das Baby schließlich auch nicht und Mami macht sich noch mehr Sorgen. Neben den üblichen negativen Google-Ergebnissen gab’s auch ein paar Tipps, wie man das Baby animieren könnte, zu strampeln. Also drückte ich sanft auf meinem Bauch rum, um BabyBB zu motivieren, aktiv zu werden, trank O-Saft, denn auch dem wurde nachgesagt, dass er das Baby in Aktion setzen könnte, ich legte mich unterschiedlich hin. Nix. Nicht so schön im Urlaub, weit weg vom nächsten Ultraschall und viel zu nah dran an dem ein oder anderen bösen Gedanken.

Und dann ging Mami schwimmen – und tatsächlich, nach 3 Tagen „Baby-Abstinenz“ kam das  Blubbern zurück. Ob sich das Kleine durch das kalte Wasser erschreckt hatte? Oder ob es durch den Wasserdruck einfach gedreht worden war, denn meine Vermutung war, dass es mir vielleicht einfach die ganze Zeit den Popo zur Bauchdecke zugedreht hatte und wenn es nach „innen“ strampelt, fühlt man das nicht… ich weiß es nicht. Aber ich war super erleichtert und spürte am Tag gleich noch bestimmt 4 x das vertraute Blubbern, legte die Hand auf den Bauch und meinte, auch kleine Stupser zu spüren.

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Aber immer noch so sachte, dass es noch nicht wirklich real war. Bei jeder Regung im Bauch hielt ich inne. Hand auf den Bauch, hinfühlen und freuen. Vor BabyBB hatte ich mich manchmal gefragt, warum Mamis oft ihre Hand auf dem Babybauch haben. Stolz, Schmerzen, einfach gemütlich? Heute wage ich zu vermuten, dass sie einfach Kontakt mit dem Baby aufnehmen wollen – um zu fühlen, wie wild es gerade turnt, sie möchten die kleinen Stupser an der Bauchdecke ertasten oder einfach versuchen mitzubekommen, ob noch alles okay ist… oder aber, das weiß ich von meiner „Baby kommt 3 Monate vor Baby BB“-Freundin, um Baby’s Arme und Beine wieder zurückzuschieben, wenn es sich zu breit im Bauch macht. 🙂

Jetzt 10 Wochen nach dem ersten Blubbern ist BabyBB ganz schön aktiv. Passend zur WM übt es scheinbar auch für die Weltmeisterschaft. Und hält dabei ebenfalls feste Trainingszeiten ein – ich meine zu erkennen, dass da schon ein kleiner Wach-Schlaf-Rhythmus eingetreten ist. Hieße, BabyBB ist genauso ein Nachtschwärmer wie die Mama. Inzwischen spürt auch der Liebste (und alle meine Freundinnen), was da im Bauch so los ist. Denn nun ist es kein sanftes Stupsen mehr sondern ein „Ich bringe einfach mal Mamis Bauch zum Wackeln“. Lustigerweise hört es aber meist in dem Moment auf, wo Papas Hand auf dem Bauch angekommen ist. Dann heißt es erst einmal abwarten, bis die Sportübungen wieder aufgenommen werden.

Besondere Momente sind es auch, wenn Babys Turnstunde in meine „offiziellen“ Termine auf der Arbeit fällt. Man denkt sich nichts und plötzlich wird man von innen angeturnt. Schon ein paarmal musste ich verstohlen grinsen – sitze ich da im Business Meeting aber BabyBB entschließt einfach mal, sich kräftig zu recken und zu strecken und somit wildes Theater im Bauch zu machen. Ach, dann würde ich auch gerne die Hand auflegen und fühlen, aber irgendwie ist mir das in dem Kontext nicht angebracht und zu intim. Wobei ich zugeben muss, dass sie inzwischen manchmal ganz intuitiv dort landet. Es ist einfach toll, dem Baby schon so nah zu sein und die kleinen Bewegungen zu ertasten.

Wake up, BabyBB!

Wie gesagt, scheint der Kleine schon einen Rhythmus zu haben. Doch manchmal habe ich das Gefühl, dass ich ihn viel zu lang schon nicht mehr gespürt habe. Dann landet die Hand manchmal auch auf dem Bauch und die ganze Babykugel wird ein bisschen geschoben und sanft gedrückt… Vielleicht unfair, das kleine BabyBB aus seinen Träumen zu wecken, aber es darf ja auch sofort wieder schlafen, nachdem es sich kräftig und merkbar beschwert hat.

Und manchmal lege ich die Hand auch einfach nur auf den Bauch, weil ich es immer noch nicht fassen kann – BabyBB ist auf dem Weg. Und wenn ich dann über den Babybauch streiche, dann kommt immer wieder ein großes Gefühl von Vorfreude und Mamistolz auf.. hach, schön ist’s 🙂 Und während ich hier schreibe, gab’s kleine Babyfußbeulen im Bauch.

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