Schlaf? Der wird ja mal völlig überbewertet…

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Alles nur eine Phase. Ach ja, wie oft man diesen Satz liest, hört, selbst sagt… wenn das Baby etwas über einen Zeitraum hinweg tut, was für den Rest der Familie eher ein bisschen anstrengend ist. Gerade, was das „babyliche“ Schlafverhalten angeht. Nur die Phase, die mir da nicht so wirklich gefällt, geht nun leider schon über fünf Monate, was den Nachtschlaf angeht. Nämlich das fortwährende nächtliche Aufwachen.

Uuuups – und dabei ist der Kleine ja gerade erst fünf Monate alt geworden. Was ein Zufall, aber in Sachen in-der-Nacht-schlafen hat er uns noch nicht so richtig verwöhnt. Auch in der Zeit am Anfang, wo er viel geschlafen hat, wurde er nachts zwischen 2 und 4 x wach. Kein Wunder dachte ich da, wenn er tagsüber auch soviel schläft… nun schläft er tagsüber nicht mehr soviel – nennen wir es kumuliert mal 1 – 2 Stunden – aber nachts mag er das Durchschlafen immer noch nicht. Es gab eine Luxusnacht mit sieben Stunden Schlaf am Stück, sonst nur gestückeltes Einschlafen, Aufwachen, Stillen, Einschlafen, Aufwachen… und da der Kleine in den letzten Tagen ganz schön mit einer Erkältung gekämpft hatte, gab es Nächte, da wachte er stündlich auf und fand trotz des Schlafmangels nur schwer und unter viel Weinen wieder in den Schlaf. Auch sein beginnendes Zahnen tat und tut der Sache nichts Gutes.

Das ist schon Wahnsinn – fünf Monate ohne Durchschlafen zu verbringen. Fünf Monate in denen man vor jeder Nacht nicht weiß, wie sie wird, wann sie endet und in unserem Fall auch: Wo man aufwachen wird. Unsere elterliches Schlafverhalten ist nämlich kunterbunt und auf Kinderzimmer und Elternschlafzimmer aufgeteilt. Starten tut es abends damit – und das ist eine Errungenschaft!!! – dass BabyBB nun endlich so alt ist, dass er irgendwann am Abend müde wird und man ihn inzwischen richtig ins Bett bringen kann. Zuvor konnte die letzte Wachphase vor dem Nachtschlaf schon einmal bis Mitternacht gehen, weil er ja auch tagsüber soviel schlief.

Nun bringen wir ihn jedoch zwischen 19 und 21 Uhr in sein Bett ins Kinderzimmer. Babyphone an – Mama & Papa Zeit. Und dann kommt’s drauf an, wie müde die drei an der Schlafsache Beteiligten sind. Bin ich super-müde und gehe sowieso schon früh schlafen (sehr selten), dann lege ich mich mit ins Kinderzimmer auf mein Zweitbett aka Gästesofa (denn da werde ich irgendwann in der Nacht leider sowieso landen). Das habe ich mir schon so eingerichtet, dass es dort genauso gemütlich ist, wie im Elternbett (nur der Papa fehlt). Viele Kissen im Bett, daneben ein Zeitungsständer mit meinen Magazinen und Zeitungen und zusätzliche hab ich mir auch noch neue Bettwäsche passend zum Zimmer gegönnt (die hier ist von Estella).

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Sind der Liebste und ich gleichmüde, gehen wir ins Elternbett und tragen das schlafende Baby mit dorthin ins Babybay.

Wacht BabyBB vorher auf – wird geschaut, wie müde wir drei sind und wo das Schlafen für ihn weitergeht & für uns startet. Oft alle drei ab ins Elternbett und Babybay.

Und dann wacht der Spatz irgendwann auf.

Schaffe ich es, in direkt nach dem Stillen ruhig zum Weiterschlafen zu bringen, schlafen wir weiter bei Papa, wenn nein, ziehen wir nach unten um. Und das ist in der letzten Zeit leider meistens der Fall. Wie sehr wünsche ich mir mal wieder ein gemeinsames Einschlafen und Aufwachen – aber was soll der Liebste ein – bis viermal mit wachwerden? Er kann ja sowieso nichts tun und ist am nächsten Tag auf der Arbeit dann müde, ohne dass es Sinn gemacht hätte.

Müde bin ich auch… Mal mehr, mal weniger. Mal weniger an den meisten Tagen – irgendwas löst das Mamasein im Körper aus, dass man diese normale Müdigkeit einfach so wegsteckt und nicht weniger produktiv oder gut gelaunt ist, als sonst. Nur das „mal mehr“ ist anstrengend. Mal mehr war ich es jetzt, als auch ich mich mitten in der Erkältungszeit wiederfand. Wie sehr hätte ich es mir da gewünscht, einfach mal 7 Stunden schlafen, oder ausschlafen, oder nur liegenbleiben… Mit einem zu stillenden Baby und arbeitendem Papa fast unmöglich. Gesundwerden ohne Genesungsschlaf leider auch – kaum waren die Symptome fast weg, waren sie auch schon wieder da…

Aber nun gut, Mitleid und Selbstmitleid bringt hier ja mal gar nix 😉 Dass man als Mama wenig Schlaf bekommen wird, das war ja klar. Aber BabyBB – bist du nicht auch ganz schön müde? Wollen wir mal gemeinsam versuchen, eine neue Phase einzuläuten und von 23 bis 7 Uhr durchzuschlafen? Vielleicht klappts ja mit der Einführung der Beikost, dass wir nach dem letzten nächtlichen Stillen gemeinsam mit Papa ins Elternschlafzimmer gehen und ausgeschlafen alle drei dort wieder aufwachen.

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10 Comments

  • Das ist aber ein großer Wunsch mit dem Durchschlafen in dem Alter. Ganz ehrlich, von der Hoffnung würde ich mich verabschieden, denn es frustriert doch nur wenn das dann doch nicht klappt. Einführung der Beikost führt tatsächlich oft zu schlechterem Schlaf als zu besserem.
    Das Julimädchen wird im Sommer 3 Jahre alt und hat in ihrem Leben vielleicht 20 bis 30 Nächte so richtig durchgeschlafen. Irgendwann wird es kommen, bis dahin nehme ich das einfach alles so hin. Ich weiß wirklich wie anstrengend das ist, grad ein weinendes Baby nachts wenn man selbst müde ist.

    Ich hoffe ihr könnt euch alle dennoch irgendwie erholen in der Nacht. ♥

  • ES WIRD BESSER!!! Unsere Süße ist jetzt 1,5 Jahre alt und schläft wesentlich besser, seit sie ca. 7 Monate alt ist. Du musst nur noch etwas durchhalten, es kommen wieder andere Zeiten, auch wenn man es zwischendurch nicht glaubt.
    Ganz liebe Grüße

  • Ich schließe mich dem obigen Kommentar an. Ich hoffe gar nichts mehr. Ich gucke einfach immer nur, was uns Nacht für Nacht so erwartet. Und unsere Maus ist jetzt gerade eins geworden. Durchschlafen, kennt sie immer noch nicht. Gibt bei uns auch nur diese Hin-und-Wieder-Nächte – und das, obwohl wir abends immer das gleiche Programm abspielen. Na ja, ist ja auch nicht so tragisch … wie höre ich auch so oft: von im Elternbett schlafenden Teenies hört man ja nicht – da ist sie also doch wieder, die Hoffnung 😉

  • Ich kann nach drei Kinder nur das „ausquartieren“ aus dem Elternschlafzimmer empfehlen und das man die Kinder nicht ans „Einschlafen beim Stillen“ gewöhnt. Meine erste Tochter war bis 10 Monate bei uns im Zimmer und rückblickend glaube ich haben wir uns immer gegenseitig augeweckt. Es waren 3 harte Tage mit vielen Tränen (auf beiden Seiten) bis sie alleine einschlief aber dann schlief sie plötzlich 11-12 Stunden am Stück. Die Kinder müssen einfach lernen alleine in den Schlaf zu finden, nur so schaffen sie es auch Nachts über Phasen des sehr leichten Schlafes und event. Aufwachens alleine wieder in den Schlaf zu finden. Klingt retrospektiv so leicht, war es aber irgenwann auch. Man muss aber auch bereit sein (bzw. wahrscheinlich so übernächtigt, dass es nicht mehr anderes geht). Beim zweiten Kind ist man dann automatisch egoistischer 🙂
    Das wird schon!

    • Das ist ja sehr schade, dass du das so (egoistisch) siehst… Deine Kinder haben also gelernt, dass sie sich nicht auf dich verlassen können und schlafen daher alleine im eigenen Zimmer durch?! Mit Kindern kann man viel machen, sie lieben die Eltern ja dennoch… Aber was sollte daran gut sein, wenn beide Seiten tagelang weinen? Mein Sohn ist 2 1/2 und ich stille ihn nachts immer noch – manchmal alle zwei Stunden. Klar, man muss es selbst wollen, doch Liebe und Geborgenheit fürs Kind auch nachts können nicht schädlich sein. Ich kann auch folgendes Buch für einen gelasseneren Umgang mit dieser Situation empfehlen: http://www.amazon.de/Besucherritze-ungew%C3%B6hnliches-Schlaf-Lern-Buch-Eva-Solmaz/dp/3844807713

    • Liebe Kira,

      Mit zweieinhalb hatte meine erste Tochter schon ein 6 Monate altes Brüderchen und ich bin zu weit entfernt von Superwoman um zweistündlich ein Baby und abwechselnd ein 2,5 jähriges Kind zu stillen. Mal abgesehen davon, dass ich das viel zu alt finde um nachs noch in den Schlaf (oder überhaupt) gestillt zu werden. Wie lange willst Du das noch machen? Und ich garantiere Dir auch da wird es Tränen geben wenn Du eines Tages aufhörst.
      Mir ist mein Schlaf einfach sehr wichtig, nur so bin ich am nächsten Tag fit und ausgeruht genug um mich entspannt und gelassen dem Alltag mit 3 Kinder zu stellen.
      LG

  • Man muss es wirklich so nehmen, wie es kommt. Wenn man sich selbst nicht unter Druck setzt, wird es für einen selbst besser. Es ist tatsächlich eine „Phase“ (ich weiß, sooo abgedroschen, aber auch soo wahr;)) Es geht vorbei. Aber es kann auch jederzeit wiederkommen. Nachdem wir recht früh und lange ein durchschlafendes Baby hatten, war plötzlich Schluss damit. Von heute auf morgen. Dann war es wieder besser, dann kam eine heftige Erkältung, dann kam Magen-Darm, dann kam ein Schub und dann ein Zähnchen. Es sind einfach Babys. Es gibt keine Regel. Uns hat das geholfen: Es sind einfach Babys. Und: Es ist nur eine Phase…auch, wenn dir das nicht hilft, wenn du fertig und müde um 4 Uhr nachts verzweifelt versuchst, dein Baby in den Schlaf zu schuckeln;)) Aber in Gedanken schuckeln wir alle mit;)

  • Oh ja! Wie gut kann ich Eure Situation , die Erschöpfung und die Sehnsucht nach Schlaf nachfühlen. Ich drücke sehr die Daumen, dass es in naher Zukunft besser wird. Ich hatte auch die Hoffnung, dass es bei uns mit der Beikost besser wird und alle erzählten mir auch, dass Babys ja mit 6 Monaten schon durchschlafen können und dann saß ich da ab dem 6. Monat und meine Hoffnung machte mich nur immer verzweifelter, weil genau gar nix besser wurde. Irgendwann habe ich es einfach akzeptiert, da wurde es für mich leichter.
    Mein Sohn ist jetzt 15 Monate und seit drei Wochen haben wir es geschafft mit dem durchschlafen . Schlaf fühlte sich nie besser an! 🙂

    • Hallo Katrin,

      ich warte auch auf die Nacht, wo ich vor ihm aufwache, er friedlich schlummert, ich mich umdrehe und weiterschlafen, am nächsten Morgen aufwache und denke: Jackpot! Dann genieße Du Deinen Schlaf – ich hoffe, hier wird uns mal eine Nacht gegönnt, bevor der Rhythmus langsam besser wird 🙂

      Liebe Grüße!!!
      Jana

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