Wellness deluxe – ein Date im Neptunbad in Köln

Neptun, Gott des Meeres. Und immer nackt, da unten in seiner Meerestiefe, in der er lebt…

Mit diesem stattlichen Herren hatten wir am letzten Wochenende ein Date. Aber mal von ganz vorne.

Besuche in der Sauna & ich? Ich gebe es zu, Saunas und ich, das ist nun keine besonders intensive Liebesbeziehung. Ich habe den Reiz daran noch nicht ganz für mich entdeckt und ja, ich finde es befremdlich, wie manch ein Saunagast die Sauna nutzt. Als gäbe es kein Heute und kein Morgen und schon gar keine anderen Menschen im gleichen engen Raum, wie sich dieser oder jener Gast „ausbreitet“. Und wenn ich ans Tauchbecken denke, dann kommt mir oft ein ganz bestimmtes Wort in den Sinn 😉 Mädels, erinnert ihr Euch an die Sex and the City Folge, die in der Playboy Mansion stattfand? Genau!!!

Da M. jedoch ein Sauna-Freund ist, haben wir hier und da schon einen Aufguss genossen. Aber danach packe ich mich dann auch gerne wieder ins Handtuch ein.

Nun sollte es so sein, dass unser ohne-BabyBB-Date am letzten Wochenende ein Sauna-Date wurde. Das Neptunbad in Köln Ehrenfeld hatte uns eingeladen, das älteste Bad Kölns einmal kennenzulernen. Ach, da wollte ich schon immer mal hin und ob nun in die Sauna oder auch nicht, das könnte ich ja immer noch vor Ort entscheiden. Am Tag zuvor schaute ich noch einmal auf die Website vom Neptunbad, landete bei den FAQs und stellte (erschrocken) fest, dass das komplette Bad textilfrei ist. Also auch nackt schwimmen? Oh… aber gut, mitgehangen, mitgefangen. So packte ich das erste Mal eine Badetasche ohne Bikini und fand es irgendwie lustig.

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Vor dem Neptunbad angekommen (untendrunter ist übrigens eine Tiefgarage) waren wir begeistert. Schon von außen ganz anders, als Thermen und Schwimmbäder im allgemeinen. Einfach, weil das Gebäude so historisch ist. Dass sich hinter dem alten Gemäuer auch noch 5.000 m² „Good Feeling“ versteckten, ahnten wir von draußen nicht.

Wir wurden nett empfangen und bekamen je einen Bademantel, Badeschlappen wie auch große Handtücher überreicht. Und eine kleine Führung durchs Haus. Schon nach den ersten Schritten fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. Wie in einem Club. So Soho House mäßig. Hier hätte man auch ein Shades of Grey Date vermuten können. Alles aus massiven Materialien, ein Mix aus alt und neu, Gemäuer und Holz, Leder und Technik.

Mit zur Therme gehört auch ein großer Fitnessbereich mit allem Drum und Dran. Besonders toll fand ich die Cross Trainer mit integriertem TV und Internet und mit der Möglichkeit, virtuell Routen durch tolle Orte zu laufen. Zum Beispiel durch San Francisco. Es gibt einen umfangreichen Kursplan (auch für Mommy-to-bes oder Mamis und Kids), es gibt Personal Training und soviele sportliche Möglichkeiten, dass ihr Euch einfach mal informieren müsst, wenn ihr Sport-Freaks seid. Noch waren übrigens alle angezogen 😉 bis auf den hier:

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Es gibt ein Restaurant mit Dingen wie Flammkuchen, Salaten oder Burgern, es gibt einen Meditationsraum ganz oben im Giebel, es gibt viele Ecken und Winkel und einfach soviel zu entdecken. Wirklich toll. Wie auch das Angebot der Kinderbetreuung in einer Art richtigem Kindergarten. Vorher einfach anrufen und das Kind anmelden. Schon im Babyalter.

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Und dann wurde es „ernst“. Ab in die Kabinen, ab wo ich dann natürlich nicht mehr fotografiert habe (deshalb gibt’s auch leider keine Bilder von innen, was wirklich schade ist). Es gibt Kabinen für die Jungs, für die Mädels oder gemischt… und gefühlt zogen sich alle in der gemischten um. Nun gut, ich auch 😉 Schnell ab in den Bademantel.

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Zuerst gingen wir nach draußen. Eine wunderschöne Dachgarten-Oase mitten in Ehrenfeld. Liegen, Lounge-Ecken, viel Grün… wirklich toll. Wir waren begeistert. Und ich bestellte erst einmal Drinks. Prosecco mit Granatapfelsirup und Lavendelsirup für mich, ein Weizen für M. Ich musste erst einmal ankommen. In der textilfreien Welt… wobei es war ein Mix aus Gästen. Im Handtuch, im Bademantel oder eben auch ganz nackt. In der Sonne sitzend genossen wir unsere Drinks (auf den Fotos seht ihr die zweite Runde Drinks auf einer der höheren Ebenen).

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Und entschieden dann, den Wellness-Bereich noch ein bisschen weiter zu erkunden. Eine Treppe runter war ein Indoor-Pool samt verschiedenen Saunen. Gerade wurde für eine davon ein Aufguss angekündigt und spontan entschieden wir uns, diesen mitzumachen. Und psssst – ich kann mir gut vorstellen, dass manch eine Lady den Aufguss allein wegen des „Poolboys“ mitmacht… ich sage nur SATC-Smith-Verschnitt 😉 Der Aufguss wurde von ihm in Sachen Duft und Hitze erklärt, es wurden die wichtigsten Do’s and Dont’s genannt und los ging es. Toll war es. Nach ca fünf Minuten folgte eine Pause und es gab eine Runde hausgemachte Drinks für alle. So etwas mag ich ja immer… so ein Goodie dazu.

In der zweiten heisseren Phase konnten wir noch einmal kräftig schwitzen und dann war es nach 4 Minuten auch schon wieder vorbei. Schnell ab unter die Dusche und rein in den Bademantel.

Im hinteren Teil der großen Sauna-Schwimmhalle waren einzelnen Becken in Stein angelegt… eines davon wählten M und ich aus, um nun auch mal ins Wasser zu gehen. Und das natürlich nicht im Bademantel. Zwar war man dort noch immer in der „Öffentlichkeit“, aber durch die Abtrennungen zwischen den mehreren kleinen Becken doch ein bisschen für sich. Das gefiel mir besser als: „alle ab in den großen Pool.“

Nach dem Badevergnügen machten wir noch einen weiteren Aufguss mit, den jedoch im Outdoor-Saunabereich und mit einer Frozen Yogurt Pause. Ein tolles Entertainment 🙂

Und dann fiel uns die Tafel auf, auf der Massagen angeboten wurden. Ach, wenn wir schon einmal hier sind… und schon buchten wir 2x eine halbe Stunde für uns. Um 20 Uhr – so spät habe ich noch nie eine Massage genossen 🙂

Die Zeit, die uns bis dahin blieb, verbrachten wir in einem weiteren Teil der Wellness-Landschaft, ganz unten. Dort war eine Grotte angelegt, in der Poolnudeln trieben. Mit denen konnte man im Wasser schweben. Und wenn man die Ohren unter die Wasseroberfläche brachte, dann hörte man Unterwassermusik. Wahnsinnig schön und sogar ein bisschen mystisch. Dann ging es für mich zur Massage. Auch der Beauty-Bereich ist schön gemacht. Gemütliche Liegen, angenehme Atmosphäre und es war einfach eine ganz tolle halbe Stunde. Nach dem Abklatschen mit M., der die zweite halbe Stunde hatte, ging ich zu den Kabinen und machte mich fertig (im Ladies only Bereich ;))

Und dann kann ich nur sagen, ging es entspannt und wirklich zufrieden in die Kölner Nacht, zurück zum Babyboy. Und während ich das hier schreibe, habe ich Lust auf ein weiteres Mal. Ein sehr angenehmes, sauberes und hochwertiges Bad, das Neptunbad.

Danke an das Neptunbad für die unverbindliche Einladung

2 Comments

  • hihi, ich bin ja total saunaerprobt und was das Nacktsein angehet dort auch relativ ungeniert. Allerdings bin auch auch immer wieder erstaunt darüber, wie doll einige Menschen ihre exhibitionistische Seite dann doch ausleben ;:D. …und die SATC Folge kenne ich. Fiel da nicht auch das Wort „Tittensuppe“? hahaha. xo Mareike

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