Von einer, die anfing, das Baby zu füttern…

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Eigentlich dachte ich, das geht schnell. BabyBB mit leckeren Möhrchen, Pastinaken und Kürbis glücklich zu machen. So hatte ich mir das vorgestellt… irgendwann nach dem 5-Monats-Geburtstag stehe ich in der Küche, püriere Gemüse während BabyBB schon das Wasser im Mund zusammen läuft. Schnell muss er Dank meiner Breikoch-Künste mittags nicht mehr gestillt werden, er knabbert zwischendrin an einem Stückchen Brotkruste, lutscht an einer Gurkenscheibe und abends gehts nach einem Brei ins Bett und er schläft durch. Diesen Part hätte ich auch mit „Es war einmal“ beginnen können. Ja, mein Plan war so „fabel“haft, wie ein Märchen. Obwohl es gut anfing – denn für Babys neuen Lebensabschnitt ging’s erst einmal einkaufen & das macht ja generell immer Spaß 🙂

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Gläschen, Besteck (hier in einer praktischen To Go Box), ein Teller, ein Schüsselchen, Baby-Fencheltee und Beikostöl aus dem Bioladen. Später kamen noch die Möhren und der Dampfgarer hinzu (mehr dazu gleich). Und natürlich ein Lätzchen, aber das sieht inzwischen schon so „möhrig“ aus, dass es nicht mehr so fotogen ist. Und ganz wichtig:

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Unmengen an Küchenrolle.

Aber mit dem Einkauf war es nicht getan. Beikost – so heisst Babys erstes Essen – ist eine Wissenschaft und ein Event für sich, Babies mit 6 Monaten haben schon eine ganz eigene Meinung zum Essen, der Beikost-Start fand nicht selbstgekocht sondern mit Gläschen statt und auch zwei Wochen und einige Gläschen später waren wir immer noch nicht weiter als wenige verzehrte und viele ausgespuckte Löffel. Wir hatten Pastinake, Kürbis und Karotte durch… an drei von 14 Tagen aß BabyBB vielleicht mal 6 Löffel, sonst wurde gespuckt, sich gewunden, mit dem Kopf geschüttelt, sich das Lätzchen vors Gesicht gehalten (wenn auch unbeabsichtigt durchs mit den Ärmchen rudern), geschimpft, gequengelt… Ja, Essen ist aber auch wirklich ganz furchtbar. Ach Mensch!

Aber ich muss zugeben, die Theorie hatte schon vorausgesagt, dass die Praxis so werden könnte. Denn nicht nur um komplexe Sterneküche zu kochen, kann man Kochkurse belegen, auch für Eine-Zutat-Brei-Mahlzeiten gibt’s Kurse. Weil ich gerne gewappnet bin, belegte ich vor dem „Experiment“ so einen Beikost-Kurs. Und da ich, nachdem ich davon auf Instagram erzäht hatte, gefragt wurde, ob ich dazu etwas erzählen kann, gibt’s heute ein kleines Beikost 1×1 und ich stelle euch mein easy-peasy-Breikoch-Gerät vor.

Anfangen zuzufüttern kann man theoretisch schon ab dem vollendeten 4. Monat, die WHO hingegen empfiehlt sechs Monate voll zu stillen. Und so habe ich es auch gehandhabt. Sechs Monaten stillen, dann trat der Löffel ins Babyleben. Ich muss für meinen Teil jedoch heute sagen, wenn ich sehe, wie wenig „Beikost“ die erste Zeit in BabyBB blieb, dann hätte ich auch schon etwas eher angefangen als mit 6 Monaten, denn am Anfang ist’s kein Essen, sondern ein langes gründliches Kennenlernen, weit entfernt vom Ersetzen einer Mahlzeit. Und noch heute hoffe ich darauf, dass das Kennenlernen bald ein großes Verlieben wird und ich mittags etwas mehr Freiheit habe und BabyBB somit auch satt bei den Großeltern sein kann. Aber zum aktuellen Status später mehr.

Ein bisschen Theorie:

Zum Einführen von all den neuen Mahlzeiten im Babyleben gibt’s folgende Empfehlung:

Im ersten Beikost-Monat ersetzt man das Mittagessen nach und nach. Man entscheidet sich für eine Sorte Gemüse, füttert eine Woche und schaut, ob es dem Baby dabei gut geht. Dann kommt Kartoffel dazu und zum Schluss Fleisch. Und wenn das Baby soviel isst, wie in ein großes Gläschen (ca. 180 Gramm) passt, dann dürfte die Mahlzeit ersetzt sein. Jede Mahlzeit (auch Gläschen, das einfach mal auf dem Etikett checken) sollte 8 – 10 Gramm Fett haben – dies kann man auch den Gläschen hinzugeben.

Einen Monat später kommt dann das Abendessen dran. Das kann zum Beispiel ein Milch-Getreide-Brei sein. Als nächste Mahlzeit wird dann der Nachmittags-Snack ersetzt – zum Beispiel mit einem Getreide-Obst-Brei. Und zum Schluss folgt eine Zwischenmahlzeit am Vormittag – Obst, Dinkelstangen, Hirsekringel… Der Rest der Mahlzeiten ist und bleibt Milch – denn im ersten Jahr ist der Kleine noch ein Säugling.

Was man dem Baby das ganze Jahr über nicht geben sollte ist Honig, denn der ist für so kleine Kinder noch giftig, Rohmilch, rohe Eier, gesalzene Gerichte und auch Zucker…

Kommen wir zurück zu BabyBB’s Beikost-Start.

Warum habe ich am Anfang Gläschen gegeben? In weiser Voraussicht, dass der Kleine am Anfang kaum was essen wird, habe ich erst einmal kleine Gläschen gekauft, anstatt lange für zwei, drei Löffel zu kochen. Doch nach dem miesen Start über zwei Wochen hinweg, wollte ich es dann doch schnell mit frisch gekochten Erlebnissen für BabyBB versuchen, auch mit der Befürchtung, dass das Kochen fast umsonst sei. Jedoch esse ich ja schließlich auch kein Gemüse aus der Konserve (außer Mais auf der Pizza manchmal).

Schon beim Beikost Kurs wurde uns eine Unterstützung für das Kochen ans Herz gelegt, die nun auch meine Küche schmückt. Der Philips Avent Dampfgarer ist bei uns eingezogen.

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Und in Sachen Brei ist er tatsächlich der Retter.

BabyBB isst!!!!

Mit Mund aufmachen, wenn der Löffel ankommt, mit nur wenig spucken, mit mehr als 4- 5 Löffel. Er isst noch keine komplette Mahlzeit aber nach fünf Tagen frisch kochen kommen wir schon auf 100 Gramm. Und endlich macht Essen Spaß (auch mir!!!) Und auch das Zubereiten. Keine Töpfe, kein Pürierstab, keine Schüsseln, auf nichts achten. Denn der Dampfgarer ist alles in einem. Man schneidet ein paar Möhrchen klein, ab in den Dampfgarer, dazu kommt die Menge an Wasser, die die benötigte Zeit garantiert (steht auf dem Messbecher – zB 150 ml = 15 Minuten), einschalten und nach der vorgegebenen Zeit piept er und schaltet sich aus. Und während dem ganzen Garvorgang bekommt BabyBB schon ein Stückchen Möhre zum Lutschen und ich kann ihn dabei beobachten, anstatt dass ich mich aufs Kochen konzentrieren müsste.

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Dann den  Aufsatz umdrehen, Öl hinzugeben, den Schalter auf Pürieren umlegen. Fertig ist der Brei. Kein Anbrennen, kein halbgares oder zu weiches Gemüsse… Und das Schöne ist – ich gare mir Gemüse mit, nehme meinen Teil vor dem Pürieren raus & habe so auch eine vitaminreiche Beilage. Hätte ich nicht gedacht, dass der Kleine schon so früh ein Frische-Gourmet ist.

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Sogar draußen schlemmt er nun seine Möhrchen, denn den Brei nehme ich natürlich auch To Go mit, so dass ich nicht zur Brei-Zeit am Mittag Zuhause sein muss. So gab’s für den Kleinen schon in der schönsten Sonne mitten auf dem Marktplatz im First Flush Möhren und Babyfencheltee, während es für uns Kuchen und Tee gab.

Abschließend nun noch ein paar Do’s & Don’ts zum Thema, made bei unserer Hebamme:

  • Mit der Beikost starten, wenn das Kind weder krank ist, gerade geimpft wurde oder mitten in einem Schub steckt.
  • Das Baby sollte gefüttert werden, wenn die letzte Mahlzeit schon etwas zurückliegt, es aber noch nicht so hungrig ist, dass es schon die nächste Mahlzeit möchte. Und es sollte nicht zu müde sein. Ein Zustand, der gar nicht so einfach zu treffen ist. Nicht hungrig, nicht zu satt und wach! 🙂
  • Im Anschluss an den Brei nicht sofort Milch geben, sonst gewöhnt sich das Baby daran und denkt: Ach, ich muss ja nicht den ganzen Brei essen, gleich kommt ja noch Mama mit leckerer Milch.
  • Das Baby kennt außer der Milch noch nichts. Deshalb mag Brei für uns fad schmecken, für die Kleinen ist es aber ein völlig neues Geschmackserlebnis. Deshalb weder mit Salz, noch mit Gewürzen nachhelfen.
  • Zu Trinken gibt’s Wasser oder ungesüßten Tee – komischerweise gibt’s ja einige Instant-Tees mit Zucker drin… Zucker kann übrigens auch anders heissen: Dextrose, Matrose, Fruktose, Maltrodextrin… Deshalb einmal mehr hinschauen beim Einkaufen.

Bei uns gibt’s jetzt noch neun Tage lang Möhrenbrei am Mittag, ab morgen kommt schon einmal eine Kartoffel hinzu. Und am 1. Mai führen wir dann auch das Abendessen ein. Ich bin gespannt, wie er das findet und ob sich das auf sein Schlafverhalten auswirkt. Ein Vorteil könnte sein, dass BabyBB nun schon den Löffel, essen, schlucken und andere Konsistenzen im Mund kennt. Ich bin gespannt!

Achja – wichtig ist natürlich zu sagen: es gibt viele Arten der Beikosteinführung. Ob mit Brei, mit Fingerfood, direkt ab an den Familientisch – wir haben uns für diese hier entschieden. Jeder sollte jedoch die für ihn am besten Variante herausfinden. 

Hier gibt’s alle Posts rund ums “MissBonn(e)Bonn(e) & a Baby”

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14 Comments

  • Das wird schon! Der Anfang ist fast immer ziemlich mühsam, irgendwann klappt es aber. Bei uns hat es locker 4-5 Wochen gedauert, bis das Mittagessen ersetzt war. Dafür ging dann jede weiter Mahlzeit schon viel schneller.

    • Hallo Marianna,

      darauf bin ich auch gespannt – wie es dann mit dem Einführen vom Abendessen weitergehen wird. Eigentlich kennt er das Prozedere dann ja 🙂

      Liebe Grüße
      Jana

  • Wie schön du schreibst, liebe MissBB!
    Ja, toll eure Erlebnisse so zusammengefasst lesen zu dürfen 🙂
    Weiterhin: Guten Appetit!!

  • Schön geschrieben 🙂
    Ich wollte auch bis mindestens 6 Monaten warten und dann mit Baby led Weaning anfangen, aber das wollte ICH. Mein Baby jedoch wollte mit 5 Monaten Brei. Ich hab grade angefangen mit den kleinen Gläschen wo nur ein Gemüse drin ist, und muss ihn sogar bremsen sonst würde er alles verschlingen….
    Als Mutter will man immer das beste für sein Kind und macht Pläne, aber das Kind entscheidet eben doch selber wann es bereit ist und was ihm schmeckt und was nicht etc.

    • Hallo Maren,

      jaaa – es ist halt schon ein kleiner fertiger Mensch, der weiß, was ihm gefällt & was nicht! Und der das auch schon mitteilen kann! Heute kam die Kartoffel mit ins Spiel – auch da wurde fleißig der Mund aufgemacht. Ich bin gespannt, wie es weitergeht! 🙂

      Liebe Grüße von Mami an Mami
      Jana

  • Hihi, wie süss dass Ihr scheinbar einen Gourmet heran zieht… Selbst gekocht schmeckt dann vielleicht doch besser. Schöner Post, der sicher vielen Mamis hilft. Bei uns war bis zum 8. Monat nix mit Brei, das Baby wollte einfach nicht und hat sich gewunden. Ich hab es immer wieder versucht, wollte ihr den Spass aber natürlich auch nicht nehmen. Deshalb gab es Fingerfood und Familientisch (BLW ist die Abkürzung). Und jetzt? Baby isst jeden Brei den ich ihr vorsetzt – die Würmchen haben also alle ihren Rythmus. Viel Spass euch mit Gemüse No 2.
    Liebe Grüsse,
    Daniela

    • Hallo Daniela,

      wirklich ein kleiner Frische-Gourmet 🙂 Aber momentan läuft es wirklich ganz gut. Heute habe ich zwischen 11 und 17 Uhr nicht gestillt – es gab nur Tee & Möhre mit Kartoffel. Vielleicht habe ich ja Glück und es bleibt so – dann können wir bald mit dem Abendessen anfangen. Aber wer weiß das schon, da hast Du Recht!!!

      Liebe Grüße
      Jana

  • Schöner Post 🙂
    Eine Sache interessiert mich schon länger und jetzt passt es zum Thema.
    Du selbst ernährst dich ja vegetarisch. Wie hast du vor es bei BabyBB zu handhaben?
    Wenn du ihm Fleisch füttern möchtest, wirst du das dann auch selber kochen? Ich kann dir nämlich aus Erfahrung sagen, die gekauften Gläschen mit Fleisch riechen und schmecken wirklich bäh. Auch als Nicht-Vegetarier 😉

    Liebe Grüße

    • Hallo Sara,

      BabyBB soll irgendwann selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte. Von daher wird er zusammen mit dem Papa auch Fleisch essen (der freut sich schon, endlich jemanden zu haben, dem er auch eine Wurst grillen kann :)) – wie ich das mache, weiß ich jedoch noch nicht. Ich habe schon mit der Hebamme gesprochen – theoretisch könnte ich die reinen Fleisch-Gläschen nehmen & einen Löffel in den Brei geben. Mal schauen – nächste Woche wären wir soweit 😉

      Liebe Grüße
      Jana

  • Liebe Jana,
    durch diesen Blogeintrag bin ich auf den tollen Dampfgarer gekommen, der auch echt klasse ist. Aber zwei Fragen habe ich…wie habt ihr den Mittagsbrei draußen gestaltet?.. Bei uns ist das noch ein unglaubliches gematsche und mit dem Warmmachen weiß ich noch nicht so ganz Bescheid, da ich immer frisch koche. Und meine zweite Frage…gab es bei euch den Obst Getreide Brei nachmittags??? Wie sah so ein beikost Tag bei euch aus…also wann gab es was???
    Ganz liebe Grüße
    Jenny

    • Hallo Jenny,

      das freut mich 🙂

      Am Anfang war das auch ein Gematsche, eine ganze zeitlang hat er ganz problemlos Löffel für Löffel gegessen und heute, wo ich nicht mehr püriere sondern das Dampf-gegarte mit der Gabel zerdrücke, da ist es wieder ein Gematsche, weil er selbst essen will 😉

      Ich habe auch immer frisch gekocht, wenn wir unterwegs waren, dann habe ich das mitgenommen und im Wasserbad gewärmt, oder aber in einem Topf oder Pfanne. Je nachdem, wo wir waren.

      Nachmittags gab es bei uns nie Brei. Sondern immer Obst aus dem Gläschen, weil er lange Zeit einfach kein frisches mochte oder später einen Obstriegel oder auch mal ein paar Sesamstangen.

      Unsere Tage sahen so aus:

      Morgens Obst-Getreide Brei
      Mittags Fleisch-Gemüse-Kartoffel Brei (Fleisch nicht jeden Tag)
      Nachmittags ein Snack
      Abends Obst-Getreide-Brei

      Milch hat er lange Zeit nicht bekommen.

      Vielleicht hilft Dir das ein bisschen weiter, aber ich glaube fast, dass jedes Baby da sein „eigenes Ding“ raus macht 🙂

      Liebe Grüße
      Jana

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