Erfahrung persönliches Coaching – was es mir bringt

Heute geht es um das Thema: Erfahrung persönliches Coaching, von dem ich viel halte. Denn es gibt Momente im Leben, da tut es gut, mit jemandem zu sprechen, der einfach komplett neutral und unbeteiligt ist. Der einfach nur zuhört und dabei unterstützt, die passende Lösung zu finden. Der mit Erfahrung und Fachwissen auf Dinge schaut, und nicht mit Subjektivität und Wertung. Zu dem man auch immer wieder mit der gleichen Herausforderung kommen kann und der nicht irgendwann genervt mit den Augen rollt, weil er weiß, dass manches leichter gesagt als getan ist. Mit einem, der es gut mit einem meint und nicht die eigenen Glaubenssätze überstülpen will.

Und mit jemandem, der einem dabei hilft, an sich selbst zu arbeiten, welches Thema man auch immer angehen möchte, um sich jeden Tag immer wieder ein kleines bisschen weiterzuentwickeln. Und weil dem so ist und ich viel davon halte, mit jemandem auf dieser Ebene zusammenzuarbeiten, bin ich schon immer jemand, der sich gerne Unterstützung von außen holt. Ich arbeite schon länger mit einem Coach (acutally, it’s a woman – aber wie ist die weibliche Form von Coach?) im Bereich persönliches Coaching zusammen und suche mir dazu auch immer mal wieder Support auf einer Ebene darüber, die mal spiritueller, mal emotionaler ist. Denn seien wir mal ehrlich: Ich gehe auch zum Friseur, um das Beste aus mir herauszuholen, zum Sport, um körperlich eins draufzulegen… warum sollte ich also nicht auch mental einen Sparrings-Partner suchen. Eben!

Aber ich stelle fest, dass dies immer wieder Fragen aufkommen lässt – aber auch inspirieren kann, wenn ich davon erzähle. Und das mache ich immer wieder, weil ich finde, das Thema hat noch viel mehr Öffentlichkeit verdient. Traut Euch, Euch jemanden an die Seite zu stellen, der nur ein Ziel mit Euch verfolgt: Euch besser zu machen oder einfach auch mal für Euch da zu sein. Ohne Wenn und Aber.

Und ich habe mir überlegt, dass ich mal die häufigsten Fragen zum Thema persönliches Coaching zusammenstelle:

Was besprichst Du mit Deinem Coach?

Tatsächlich alles. Und das ist mir sehr wichtig. Vielleicht kennt ihr das auch – nicht mit jedem mögt ihr im Familien- oder Freundeskreis alles besprechen. Vielleicht auch, weil es sich um die Person selbst handelt, die Euch an Grenzen bringt, weil ihr wisst, die Person kann zu dem Thema nicht viel sagen oder hat eine eingeschossene Meinung oder oder… Mit meinem Coach bespreche ich alle Themen von Kindererziehung über Partnerschaft, eigene Herausforderungen, Wünsche und Ängste, Job und Alltag. Deshalb war es mir wichtig, dass mein Coach mir etwas voraus ist, Lebenserfahrung und das Wissen, wie sich ein Arbeitsalltag anfühlt mitbringt, wie auch das Leben mit Kindern kennt, aber natürlich auch dass ich mit ihr auf einer Wellenlänge liege und mich verstanden fühle.

Geht das auch online? Erfahrung persönliches Coaching

Gestartet haben wir vor Corona 😉 offline – nun treffen wir uns “regelmäßig unregelmäßig” (also immer wieder nach Bedarf) online. Wichtig ist, dass ich in der Zeit ungestört bin und auch nicht das Gefühl habe, dass jemand auch nur Gesprächsfetzen aufschnappen könnte. Sonst kann ich nicht loslassen im Termin und dafür ist er mir zu kostbar. Online klappt echt toll, am Anfang war ich auch eher skeptisch.

Hilft Dir das wirklich? / Erfahrung persönliches Coaching

Oh ja – bei manch einer Sache hilft alleine das darüber sprechen und Denkanstöße zu bekommen, bei anderen Themen erarbeite ich zusammen mit dem Coach Handlungsempfehlungen und hier zeigt sich dann immer etwas später, was es bewirkt hat. So habe ich mich schon auf schwierige Gespräche vorbereitet, Verhaltensmuster durchbrochen, in dem wir Handlungsalternativen kreiert haben oder aber ich habe zum Beispiel zum Thema „Thema in Sachen Kindererziehung“ tolle Impulse bekommen, wie ich verfahrene Situationen, in die die Kids und ich im Alltag geraten sind und bei denen wir uns gegenseitig zu schnell triggern, umzukehren.

Fühlt man sich nicht komisch?

Sicherlich mag es am Anfang, wenn man sich kennenlernt, komisch sein. Weil die Situation eben neu ist. Aber ist es nicht mit allen neuen Situationen so? Ob man das erste Mal bei einem neuen Arzt ist, bei einer Massage,… also Situationen, wo man mehr „preisgibt“, als man das im Alltag macht. Gerade gegenüber noch fremden Menschen. Bei mir kam schnell Vertrauen auf und das Gefühl: hier bin ich richtig. Und es ist eine Tatsache, dass man besser arbeiten kann, wenn man keine Geheimnisse hat. Inzwischen reden wir über alles und da fühlt sich nichts komisch an, immer sicherlich aber auch ein Verdienst des Gegenübers, der einem mit Würde und Respekt begegnet, egal was man da gerade erzählt. Der einen so annimmt, wie man ist.

Hast Du immer ein Thema?

Manchmal habe ich ein ganz konkretes Anliegen, manchmal erzähle ich auch nur, wie es mir geht und was ich erlebt habe und oft ergibt sich daraus dann ein wertvoller Punkt, den es genauer zu betrachten gilt. Dazu reflektieren wir auch, wie ich Situationen, die anstanden und die wir zB bei einem vorangegangen Termin besprochen hatten, im real life abgelaufen sind.  Ich hatte bei all meinen Stunden noch kein Coaching, wo ich hinterher gesagt haben: oh, das hat sich nicht gelohnt.

Wie hast Du Deinen Coach gefunden?

Über eine persönliche Empfehlung. Aber nicht jede persönliche Empfehlung passt – schließlich ist der, der empfiehlt, auch anders als man selbst. Ich hatte in meiner langen Zeit, wo ich immer wieder gerne an mir arbeite, auch schon zweimal die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder zu  mir passt. Aber dies merkt man ja gleich ziemlich am Anfang und dann sucht man einfach weiter.

Photo by Mathias Radke

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