*MissBB & a Baby* Update – kurz vor 2

Ein Blog - ein Mamablog - rund um Babies, das Mama-Sein & mehr

Nun gehöre ich auch dazu. Zu diesen Mamis, die sagen: Warum rennt die Zeit so schnell? Ging’s mir im ersten Babyjahr noch nicht schnell genug, habe ich nun das Gefühl, dass wir hier erst „vorgestern“ den ersten Geburtstag gefeiert haben. Dass er doch gerade erst laufen gelernt hat. Und seit wann um alles in der Welt spricht er soviel? Dass die Zeit so schnell rennt, merke ich auch daran, dass es schon lange kein Baby-Update mehr gab. Ist er überhaupt noch ein Baby? Wohl beim besten Willen nicht mehr – aaaaber er wird wohl immer meines bleiben. Egal wie alt!

Im Oktober feiern wir zweiten Geburtstag und wenn ich eines jetzt schon über diesen besonderen Tag weiß, dann dass der Babyboy dieses Jahr so richtig heiss auf seine Geschenke sein wird. Denn ja, das hat er verstanden, nachdem wir jedes Geschenk frenetisch feiern. Was ein Geschenk ist. Dass man was auspacken muss und dass sich darin meist was Schönes versteckt. Geschenke auspacken ist inzwischen so aufregend und toll, dass er das auch für Oma, Opa, für seine kleinen Freunde, bei denen wir eingeladen sind, tut. ALLEINE natürlich, auch wenn er es dann hinterher gönnerisch weiterreicht. Aber ALLEINE „is the new black“. Und zugleich ein Vulkan. Dieses „Alleine“. Denn was so Babyboys nicht schon meinen, alles alleine zu können. Und was so Babyboys davon halten, auch mal etwas nicht alleine tun zu dürfen. Nichts nämlich. Mal rein gar nichts. Würde er so fleissig bleiben, dann hätte ich einen zukünftigen Traumschwiegersohn an meiner Seite.

Mamablog aus Köln

„Dasse Kaffe fur Mama“. Ja, sämtliche Schritte, um Mama mit einem Kaffee glücklich zu machen, kennt er. Kapsel aus der Packung holen, in die Maschine legen, den richtigen Knopf drücken – das auch am Milchaufschäumer – einen Löffel in die Tasse stecken und dann Bescheid geben, wenn der Kaffee in der Tasse ist. Ach, und auch den Trockner einräumen, die Tür zum Einrasten bringen und die zwei richtigen Knöpfe drücken, das muss ich nun nicht mehr. Erwähnte ich schon, dass er auch gerne mit dem großen Staubsauger saugt?

Zähneputzen will er am liebsten auch alleine, jedoch muss er da leider durch, dass das die Frau Mama noch tut. Das lässt er meist auch noch gerade über sich ergehen… aber wehe, ICH – und nicht er – hole die Gurken beim Abendessen mit der Gabel aus dem Glas. ALARM. Oder ich drücke das Auto mit dem Autoschlüssel selbst zu. ALARM. Oder ich hole beim Snacken alleine eine Salzstange aus der Packung. ALARM. Aber so richtig. Mit Tränen!

Und dann steht man da als Mama (alternativ Papa) und weiß nicht so genau, was man mit dieser Situation machen soll. Momentan lassen wir ihn einfach alles alleine machen, was er machen kann. Auch, wenn es zusätzlichen Aufwand bedeutet oder länger dauert. Außer, es passt gerade gar nicht. Ja, dann hat man schon einmal ein bockiges, weinendes, sich lang und steif machendes Kind auf dem Arm. Liebste Technik gerade: Kopf und Arme nach hinten schmeißen. Schwer zu packen… das muss man schon üben als Eltern 😉 Die richtige Pack-Technik.

Üben ist ein gutes Stichwort. Denn der Babyboy ist gerade im absoluten: Gib’s mir Modus! Wissen, Anweisungen, Input.

Sprache: Er ist ein kleiner Papagei. Und ja, das Wort sagt er auch fehlerfrei, seitdem ich es einmal erwähnte. Er sagt „Müllabfuhr“ und „Gieß’e’kanne“, „Dasse Kaffe fur Mama“ und „Rote Karte Aua“. Er sagt „Krokro (was merkwürdigerweise für Flugzeug steht) obe Wolke su Papa“ (seit Sylt… denn das Flugzeug fliegt bekanntlich über den Wolken und damit fliegen wir zu Papa). Er sagt jedem Hallo und tatsächlich freuen sich die meisten darüber. Er sagt nun aber auch „Morgen“ und wir lachen uns scheckig darüber. Er sagt von alleine „Bitte“ und auch ein „Danke“ gibt es, dann, wenn es ihm einfällt. Er weiß, dass die „S’afe jaufe Berg ‚och“ (die Sylter Schafe sind einen Berg hochgelaufen) und er kann alle Omas und Opas auch beim Vornamen nennen. Er erkennt die Uromas, die er selten sieht, auf dem Foto und kann unserem Hund Kommandos geben. „Fein, Sitz, Nam, Aus, Pipi, Dassi…“ bis auf Nam hört der jedoch noch nicht so wirklich auf sein Mini-Herrchen. Abends muss es ein „Kä’h’sebrot“ oder ein „Bröt’sen“ sein, oder auch mal mit „Mani“ (Salami). Und zum Mittag am Liebsten „No’nu“ (Nudeln), wenn man ihn fragt, was er essen will.

Mit ihm zusammen zu essen ist schon großes Kino. Meine Ma nennt ihn das „Restaurantkind“, denn er sitzt geduldig am Tisch und isst ordentlich mit – danach manchmal mit Handy-Babysitter (ja, ich gebe es zu…) – meist dann, wenn es zu schön ist, um schon zu gehen, der Babyboy aber durch nichts anderes mehr beschäftigt werden kann. Dann gibt’s Peppa oder sämtliche Clips mit Baggern.

missbonnebonne mamablog

Seine Leidenschaft. Bagger und Fussball. Und weder teilt jemand die Leidenschaft für Bagger mit ihm in der Family, noch haben wir hier große Fussballfans im Umfeld. Er spielt und spielt und spielt mit jedem Ball und mit jedem Mitspieler, den er aquirieren kann. Er schießt mit links und das erlaubt nur noch in seinem Kinderzimmer, denn inzwischen sind schon Gläser im Wohnzimmer seinen Künsten zum Opfer gefallen. Und ich würde wetten, dass ich in einem Jahr schreibe, dass er nun in einem Kids-Fussballverein ist. Sollte er weiterhin so ein Ball-Fan sein, werden wir das einfach mal ausprobieren. Mit unserem Linksfuß-Schützen! (HoHoHo sagen nun die Männer an dieser Stelle).

Kinderturnen hätte ich gerne jetzt schon gemacht, aber in Bonn kommt man noch nicht einmal auf die Warteliste? Somit turnen wir einfach zu Hause. Mit einem erfreuten: No’mal. Und dann geht’s wieder von vorne los. Beide Arme nach oben. Ein Arm nach oben, der andere. Hände an die Knie, an die Füße, auf den Kopf. Schnell auf der Stelle laufen. Drehen. Und mit beiden Beinen hüpfen. Ich glaube, er kann’s schon fast auswendig. Danach wird getanzt. Am liebsten auf „Hulapalu“, denn da kann er beim Refrain so schön mitträllern, oder zu  „Drei kleine Fische“ oder „Schlechtes Vorbild“ von Sido. Ja, dieses Kind hat sich in Sachen Musik noch nicht festgelegt. Außer, dass ihm manche gar nicht gefallen. Die im Auto dann bitte „aus“ machen. Doch wenn die guten dann im Radio kommen, dann bitte No’mal. Ja, dass muss er noch verstehen. Im Radio „fffooor’bei“ heisst vorbei. Egal, dann klatschen wir eben zum nächsten Song mit. Und wehe, das ganze Auto klatscht nicht mit oder wippt nicht mit den Armen im Takt. Dann ist aber Aus die Maus und der Animateur im Kindersitz lässt nicht locker, bis nicht doch alle mitklatschen.

Laut und leise, groß und klein, heiß und kalt, müde und „auf’ewacht“ – auch Gegensätze kennt er inzwischen ganz gut. Lediglich beim Eis gibt’s nur eine Sorte „Bane’eis“. Egal, dann schmeckt eben alles nach Bananeneis.

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Ja, das ist schon verrückt! Und nicht aufzuhalten! Unser BabyBB. Das Leben!

Habt es schön! Ich plane dann mal die Geburtstagsparty, denn die Zeit rennt ja bekanntlich.

Hier gibt’s mehr über mein Leben mit Baby

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