Ein Mama-Sohn Ausflug nach Efteling & Loonsche Land

Welt voller Wunder

(werbung) Friede, Freude, Eierkuchen. Oder eher Pommes. So sah unser Ausflug in den Freizeitpark Efteling in den Niederlanden aus. Ein großer und toller Ferienpark 2 ½ Stunden von Bonn entfernt in Holland, in der Nähe der Stadt Tilburg. Vor einigen Jahren war ich schon einmal da. Mit dem Liebsten und dem Babyboy, der da gerade mal 3 Jahre alt war. Dieses Mal war ich wieder mit dem Babyboy on Tour, der nun inzwischen 7 Jahre alt ist. Und weil Sommerferien sind und ich ihm eine Freude machen wollte und einfach auch mal Zeit nur mit ihm verbringen wollte, haben wir einen seiner besten Freunde samt Mama eingepackt und haben unseren Roadtrip gen Holland zum Mutter-Sohn Ausflug gemacht. Schon die Autofahrt war cool. Hinten Pokémon Gespräche und Freizeitparkvorfreude, vorne tolle Gespräche zwischen uns Mädels, gute Musik und nach der Grenze der erste Stopp zum kurzen Picknick an einem holländischen Rastplatz.

Bei Efteling angekommen, ging es für uns zuerst zum Ferienpark Loonsche Land. Denn hier sollten wir übernachten. Ich war sehr gespannt, waren wir doch beim letzten Mal im Hotel, dieses Mal sollte ein Ferienhaus unser Eigen sein. Wie schön auch, in dieser Konstellation ein Häuschen zu haben.

Wir begaben uns zur Rezeption, um einzuchecken. Eine schöne große Rezeption, mit Park-Souvenir-Shop und angrenzendem Restaurant. Hier kann man Abendessen bestellen und frühstücken oder am Nachmittag Snacks und Drinks genießen. Da unser Haus noch nicht bezugsfertig war und eine Regenwolke aufzog, beschlossen wir, bevor wir gen Freizeitpark aufbrechen würden, die Regenwolke abzuwarten und erst einmal Kaffee zu trinken. Es wurde ein leckerer Latte Macchiato samt Stroopwaffles. Die Jungs stöberten derweil schon einmal im Souvenirshop und „bestellten“ bei uns schon diverse Souvenirs.

Loonsche Land Efteling
Mutter-Sohn Ausflug

Die Regenwolke wurde zu einem Wolkenbruch und wir waren froh, so schön im Warmen zu sitzen und es uns gutgehen zu lassen. Verrückt, dachte ich. Ein Kind ist kein Kind. Mit 7 Jahren und mit Freund dabei. Es war wirklich super entspannt, den ganzen kleinen Urlaub über und dazu flog stets eine Woke der Dankbarkeit seitens des Sohnes an mich mit. Wie gut uns diese Quality Time getan hat.

Als wieder (Sonnen)Licht am Himmel war, wanderten wir los gen Freizeitpark Efteling. Ein Fußweg durch ein Wäldchen führt direkt zum Haupteingang, ca 15 Minuten ist man unterwegs. Man kann auch einen Parkshuttle nehmen, das taten wir am nächsten Morgen.

Da es nur ein kurzer Abstecher werden sollte – unser Haupttag bei bestem Wetter war der nächste Tag – spazierten wir erst einmal gen Spukhaus. Leider in den Augen des Babyboys so gruselig, dass wir es nicht weiter als in die Vorhalle schafften. Der Rest war mutiger und berichtete hinterher von Gräbern und Hexen und Skeletten und gruseligen Geräuschen. Diese Portion Grusel hätte ich mir auch gegeben ABER was ich gar nicht leiden kann *OMG, ist es, wenn da echte Menschen rumspringen und Dich erschrecken. HORROR! Da bin ich echt zu zart besaitet für anscheinend.

Nach dem Spukhaus gingen wir zur ersten Achterbahn „Max & Moritz“ und auf dem Weg dorthin fing’s auch schon wieder an zu regnen. Egal, mitgehangen, mitgefangen. Bye Bye Make-up und Haare. Nach einer kurzen Wartezeit stiegen wir ein und düsten durch den Regen. Echt eine schöne Achterbahnfahrt für die ganze Familie. Auch die Mausi hätte ihren Spaß gehabt. Nass stiegen wir aus und sagten: Das ziehen wir nun einfach durch: What’s next? Ah, das Schloss… da ist’s auch trocken. Nun, die Idee hatten nicht nur wir sondern gefühlt der halbe Park, so dass wir dann entschieden: im Ferienhaus ist’s auch schön, wir sparen unsere Energie lieber für morgen auf und so spazierten wir schnellen Schrittes zurück zum Ferienpark. Schlüsselkarten an der Rezeption abgeholt und mit dem Auto fast bis vors Haus gefahren. Dort darf man zum Ausladen halten, dann fährt man zurück auf den großen Parkplatz.

Das Haus begeistertet mich. Mitten im Naturpark, an einem kleinen Teich gelegen, echte Materialien, angenehm minimalistisch eingerichtet. Eine Wohnküche, ein Schlafzimmer mit Doppelbett, ein Schlafzimmer  mit Doppelbett und Hochbett, ein Badezimmer mit Dusche und eine separate Toilette. Die Küche super ausgestattet und auch sonst alles da. Doch zuerst: Heizung an und Sachen trocknen. Die Jungs spielten und rauften, wir quatschten. Und da wir der Meinung waren: Och, ein Drink wäre nicht schlecht… fuhr ich quasi beim Auto parken noch schnell zum Albert Heijn. Cheers!

Efteling
Mutter-Sohn Ausflug
Mutter-Sohn Ausflug
Efteling

Nach der Schauer gingen die Jungs am Teich spielen, der ein Wasserspielplatz war. Mit Brücken und Balancierbereichen und Tauen und Stufen. Auf der anderen Seite des Teiches war eine Art Scheune mit Stall. Ein Spielhaus mit Strohballen, einer Rutsche, Klettermöglichkeiten und gleichzeitig das Zuhause für Ziegen und Hühner. Richtig toll gemacht.

Zum Abendessen gings fürs uns ins Restaurant neben der Rezeption. Und was soll ich sagen. Das Essen hat mich nachhaltig begeistert. So toll angerichtet, kreativ und lecker. Nur mein Hauptgericht „Steckrübe“ hatte ich mir gänzlich anders vorgestellt. Egal… das Probieren bei den Kids, die Vorspeise und das Stibitzen beim Dessert haben mich satt & happy gemacht. Neben unserem Tisch war auch gleich die Kids-Ecke mit TV, Spielen und Malsachen. Dazu kam eine Märchenfigur zu uns an den Tisch und erzählte spannende Geschichten.

efteling
Mutter-Sohn Ausflug

Auf dem Weg zum Ferienhäuschen und einer wunderschönen Abendsonne beschlossen wir, das Gelände zu erkunden und fanden einen weiteren Tobeteich. Die Kids begeistert, irgendwann nass von Kopf bis Fuß, wir entspannt und voller Dankbarkeit. Kann Reisen mit Kindern entspannt sein.

Noch immer nicht müde durften die Kids dann eine App spielen, wir öffneten unseren Drink und gingen ins Nebenzimmer um bis spät in die Nacht zu quatschen. Bis der Babyboy kam und ankündigte, dass sein Freund neben ihm auf dem Sofa eingeschlafen sei. Das war auch unser Stichwort: ab ins Bett! Schließlich hatten wir viel vor am nächsten Tag. Die Betten hatte ich schon bezogen – Bettwäsche, Handtücher, Seife, Spültabs & Co, all das lag im Ferienhaus übrigens parat.

Am nächsten Morgen wachte ich noch vor dem Wecker auf – das Schicksal einer Mutter, die einfach frühes Aufstehen in der DNA hat 😉 anscheinend –  und war die erste, die wach war. Ich öffnete die Vorhänge und freute mich über den Sonnenschein. Was für ein schöner Tag im Gegensatz zum Regen gestern. Ich deckte schon einmal den Frühstückstisch und öffnete gespannt die Haustür, denn ein Teil unseres Frühstücks wurde uns direkt zum Haus geliefert. Frische Brötchen, gekochte Eier, O-Saft. Andere Lieblingssachen hatte ich aus Bonn mitgebracht. Nach und nach stand auch der Rest auf, wir machten uns fertig, Kaffeeduft lag im Häuschen und wir frühstückten. Alle schon ganz aufgeregt, denn heute sollte es ja den ganzen Tag lang in den Park gehen. Wir schmierten uns Brötchen und packten unseren Rucksack voller Proviant. Die Regenjacke ließen wir heute zurück.

Nicht einmal in einer Minute waren wir dann auch schon bei der Parkexpress-Bahnstation und einige Minuten später kam der kleine Zug dann an, der uns 5 Minuten später beim Haupteingang des Parks rausließ. Als Hotel/Ferienparkgast hat man einen eigenen Eingang und muss so nicht warten / anstehen. Dazu kann man sogar eine halbe Stunde vorher in der Park. Das haben wir verpasst 😉 dafür war das Frühstück zu lecker & wir einfach im Urlaubsmodus ohne Stress und Hektik. Die gibt’s im Alltag genug.

Die Kids wünschten sich, zuerst noch einmal die Achterbahn von gestern zu besuchen und so spazierten wir zu Max & Moritz. Wie anders der Weg ohne Regenschauer war. Auch, wenn das  am Vortag ein Abenteuer war, schöner ists doch bei Sonnenschein.

Nach einer lustigen Achterbahnfahrt gings fürs uns zur Wasserbahn Pirana – eine Wildwasser-Raftingbahn. Ich noch laut tönend: Och schaut mal, da wird man nicht nass… kam nach einer wirklich lustigen Fahrt – auch, weil man gemeinsam in einem Boot sitzt – mit klatschnassen Schuhen und Popo wieder raus! Aber egal bei dem Sonnenschein. Bei einer zweiten Fahrt später am Tag hatten wir auch den Kniff raus und wusste, wohin sich drehen und wenden, wenn eine Welle auftauchte und die Schuhe blieben trocken.

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Und so schlenderten wir durch den Park. Wir fuhren Kettenkarrusell (würg, nice try) und Berg- und Talbahn, ritten auf Hähnen im Kreis und die Kids fuhren mit einer Tret-Eisenbahn durch die Landschaft.  Wir spazierten durch den Märchenwald, sahen das schlafende Dornröschen und viele Zwerge. Freuten uns über die schattenspendenden Bäume überall, denn man muss wirklich sagen: Efteling ist grün durch und durch. Und super gepflegt. Und wenn man einen Garten hat, selbst so einen kleinen, wie wir, dann weiß man, wieviel Arbeit es ist, Grünanlagen & Beete & Co in Schuss zu halten. Dazu gibt’s überall Wasser, kleine Wege und Pfade. Es ist wirklich so, als hätte man den Freizeitpark in einen Wald gebaut, was ihm einen ganz besonderen Charme verleiht. Und hinter jedem Baum findet man gefühlt eine neue Attraktion.

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Wie bei meinem letzten Besuch standen wir auch dieses Mal ehrfürchtig vor der Achterbahn Baron 1898. Eine Achterbahn, in der die Füße „frei hängen“, die bis zu 90 km/h schnell fährt und die senkrecht 37,5 Meter gen Boden „fällt“ bevor man am höchsten Punkt 3 Sekunden über dem Abgrund hängt… Zwei von zwei (und damit meine ich nicht mich) wären auch gefahren… aber wir wollten nicht getrennt voneinander anstehen und haben Baron dann Baron sein lassen. Lieber fuhren wir noch einmal Max & Moritz.

Es gibt aber noch viele tolle andere Attraktionen. Wie eine super Holzachterbahn, eine Looping-Achterbahn, es gibt ein 4D Kino, verschiedenen Themenfahrten, es gibt eine Wasserbahn und eine Indoor Achterbahn. Es gibt eine große Schiffsschaukel und Indoor-Spektakel zu verschiedenen Themen. Man kann mit Gondeln auf dem See fahren oder mit einer Bahn durch den Park. Dazu gibt’s auch für kleinste Kinder viel zu Spielen und zu Toben, zu Entdecken und zu tun. Was ich besonders hervorheben muss ist, dass es überall Essen und Trinken gibt. Und obwohl der Park gut gefüllt war, gab es kaum Schlangen. Das kenne ich aus anderen Parks anders… da stand ich schon einmal 30 Minuten für eine Pommes. Für uns gabs Kaffee und Eis, Pommes und unseren Proviant. Es gibt viele Restaurants (in denen man dann tatsächlich am besten reserviert) zu unterschiedlichen Themen.

Ein toller Tag in Efteling, der am Ende tatsächlich im Souvenirshop am Ausgang endete, denn ein kleines Mitbringsel auch für die Geschwisterkinder, das muss doch sein.

Für uns gings mit dem Shuttle zurück ins Loonsche Land. Vor unserer Abfahrt zurück nach Bonn wartete noch ein entspannter Programmpunkt auf uns. Eine Wanderung durch das Naturgebiet Loonsche Land. Ein kleiner Teil davon ist der Ferienpark, ein großer Teil davon ist einfach Natur. Die in die ursprüngliche Form von vor über 100 Jahren gebracht wurde. Man lässt Wald Wald sein, Natur Natur. Und so findet man dort Bäume, Sträucher und Farne, eine große Heidefläche, Sandwege und Gräser. Auch viele Tiere haben hier ihr Zuhause gefunden, die man nachts beobachten kann, wenn man sich leise zur Wasserstelle schleicht. Tagsüber können Kids die Tiere als Symbole auf Steinen finden und auf einer Schatzkarte abhaken. Eine Runde Waldbaden vor der Abfahrt.

loonsche land efteling

Es waren tolle Tage in und um Efteling. Und die Kombi Mutter-Sohn-Gespann war super! Soviel Liebe und Freude. Gerne wieder 😉 Oder besser: unbedingt wieder!

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