Hör auf Dein Herz!

Hör auf Dein Herz! Hör auf Deinen Bauch! Diesen Rat kennt man. Man bekommt oder gibt ihn sich selbst dann, wenn es um Entscheidungen gibt, die der Kopf alleine nicht treffen kann. Dann, wenn die Entscheidung auf jeden Fall auch stark emotional getrieben sein wird. Diese Entscheidungen sind manchmal gar nicht so einfach, denn rational begründet kann man meist viel besser entscheiden. Das ist teurer als das… aber die Qualität ist die gleiche – dann nehme ich das günstigere oder aber: Heute ist mir mehr nach Pizza, dann nehme ich die Pizza anstatt die Pasta, das wird mein Leben nicht maßgeblich verändern.

Bauch- und Herzentscheidungen sind da meist schon gravierender und manche Herzentscheidung kann einem selbst oder aber jemandem, der von der Entscheidung betroffen sein wird, auch schon einmal das Herz brechen. Aber habt ihr schon einmal davon gehört, dass Herzen auch ganz anders brechen können? Ohne, dass die Liebe im Spiel ist. Sondern weniger romantisch und leider oft auch viel realistischer. Stress kann Herzen brechen.

Mein Tag startet (noch, schauen wir mal, wie das ist, wenn BabyBB da ist) zwischen 7 und 7.20 Uhr – dann klingelt der Wecker und ich drücke maximal einmal auf Snooze. Wobei ich mich meist lieber schon einmal im Bett hinsetze und dadurch langsam wach werde, anstatt wieder einzuschlafen und dann schockartig aufspringen zu müssen. Und dabei schaue ich schon einmal, was das Web über Nacht so getan hat. Beim zweiten Klingeln ist es dann Zeit aufzustehen. Badezimmer, Kleiderschrank, Frühstückstisch…und dazwischen noch so Dinge wie das Wohnzimmer von gestern Abend aufräumen, Wäsche zusammenpacken, um sie auf dem Weg nach draußen noch schnell in den Keller zu bringen, einen wichtigen Anruf tätigen, Sachen für die Arbeit zusammenpacken,… ab ins Auto, in den Bonner Verkehr und dann endlich im Büro ankommen.

Auch dort warten Kollegen mit Fragen, viele eMails, die ersten Telefonate und ToDo Listen, Meetings – zwischendrin eine kurze Pause in der Kaffeeküche – zurück an den Schreibtisch… und irgendwann heisst es dann: Mittagspause. Die ist dann meist sehr entspannt, mit netten Pläuschchen und leckerem Essen, aber gefühlt auch viel zu schnell wieder vorbei. Zurück an den Schreibtisch und weiter geht’s. Bis zum Feierabend oder darüber hinaus. Und dann wird die private ToDo Liste ausgepackt. Erledigungen in der City, Lebensmitteleinkäufe, Sport, Freunde treffen, Beauty-Dates, Auto waschen oder tanken… bis es dann nach Hause geht. Abendessen machen, aufräumen, die Wäsche von morgens aus dem Keller holen… und zuguterletzt Bloggen 🙂 bis es dunkel wird. Wahrscheinlich könnt ihr das irgendwie 1:1 auf Euch übertragen – sei es in Sachen Aktivitäten oder einfach in Sachen vollgepackter Tag. Und wo bleibt die ganz bewusste Zeit für Euch? Manchmal merkt man gar nicht, in was für einen Tagesablauf man sich da „reingeritten“ hat, denn schließlich macht ja alles auch irgendwie Spaß!

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Manchmal denke ich auch von mir, dass ich eigentlich viel zu wenig ruhige Momente habe… sollte ich Yoga machen? Öfters in die Badewanne hüpfen? Aber mir ist oft leider langweilig, wenn ich nichts tue… liebe sitze ich dann mit meinem Laptop auf dem Schoß und schreibe 🙂

Coca-Cola light hat eine Studie* herausgegeben, die auf das „Herz brechen“ durch Stress aufmerksam machen soll. Denn Frauen verdrängen und unterschätzen oft die gesundheitlichen Auswirkungen, die ein permanentes Leben im Turbogang auf ihren Körper und insbesondere auf ihr Herz haben können. Das Herz kann bei großem Stress krank werden. Eine mögliche Folge: das noch weitgehend unerforschte „Broken-Heart-Syndrom“, bei dem Unmengen von Stresshormonen dazu führen, dass sich die Herzfunktion plötzlich verschlechtert. Dieses Stress-Phänomen tritt bei Frauen sehr viel häufiger auf als bei Männern.

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Verrückt, oder? Darüber habe ich mir auch noch nie Gedanken gemacht.

Doch laut einer repräsentativen forsa-Umfrage fühlt sich inzwischen fast jede deutsche Frau gestresst, egal wie alt sie ist. Gestresst durch Druck von außen, aber auch durch eine eigene ganz schön hoch gelegte Messlatte. Die habe ich auch 🙂 Ich möchte meine Arbeit gut machen, ich möchte für Euch tolle Artikel schreiben, ich möchte eine tolle Gastgeberin sein, Freundin und bald Mami, ich möchte gepflegt sein, mich gesund ernähren, Kontakte pflegen,… Könntet ihr das für Euch auch unterschreiben? 🙂

Doch scheinen wir Mädels optimistisch – auch wenn wir aktiv noch viel zu wenig gegen Stress tun. Trotz des hohen Stresslevels sagen 84 % der deutschen Frauen, dass sie mit ihrem Leben „sehr zufrieden“ bzw. „eher zufrieden“ sind. Gleichzeitig bekennen aber 42 Prozent, nicht aktiv gegen Stress vorzugehen und diesen bewusst abzubauen. Besonders hoch ist dieser Wert bei den 30- bis 39-Jährigen. Dort unternimmt knapp jede zweite Frau (47 Prozent) nichts, selbst wenn sie übermäßigen Druck empfindet.

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*Foto von Coca-Cola light*

Natürlich wäre es nun der einfachste Weg, all das abzuschalten, was uns stresst… gut, aber wie soll das so einfach gehen und es gibt ja auch soviele tolle Dinge, die man alle noch machen möchte und die man gar nicht abschalten will.

Stattdessen kann es daher hilfreich sein zu lernen, mit Belastungen besser umzugehen. Effektiv sind z. B. gezielte Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Tai Chi oder Yoga. Sie unterstützen dabei, mehr Gelassenheit, Ruhe und Entspannung ins Leben zu bringen. Sie sorgen dafür, dass der Körper wieder einen Gang herunterschaltet. Auch Sport kann helfen, die körperlichen Stressreaktionen abzubauen. Es können aber auch die kleinen Dinge im Leben sein, die uns Entspannung bringen, ein schöner Spaziergang oder ein interessantes Hobby. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mit dem Bloggen auch eine Art der Entspannung gefunden habe – mit dem Laptop auf dem Sofa sitzen und schreiben ist oft sehr entspannend… gleiches gilt aber auch dafür, einfach mal früher ins Bett zu gehen und ein tolles Buch mitzunehmen. Ansonsten hilft es sicherlich, nicht jedes ToDo auf der privaten Liste sofort erledigen zu wollen – das möchte ich nämlich meistens, weil ich es toll finde, Punkte abzuhaken. Und öfters mal Nein sagen!

Was tut ihr, um abzuschalten?

 *Die repräsentative forsa-Umfrage „Hör auf dein Herz“ zum Thema Herzgesundheit bei Frauen wurde im April 2014 unter 1.049 Frauen im Alter von 20 bis 49 Jahren im Auftrag von Coca-Cola light durchgeführt. 

10 Comments

  • Liebe Jana,
    danke für deinen Artikel, denn oft wird dieses Thema einfach verdrängt, nicht (von sich selbst oder der Umgebung) wahrgenommen.
    Ich kenne alles oben erwähnte und gönne mir einfach *Bewusste Momente*.
    Of funktioniere ich nur… mache vieles gleichzeitig… jongliere Mails, Telefonate und Antworten für Kollegen… aber dann kommen die Momente in denen in mich bewusst herausziehe, auch wenn es mal wieder eigentlich nicht geht.. denn es geht doch! Ich ziehe mich zurück in ein Café oder treffe meine Freundinnen, schaue einen Film mit meinem Mann oder lese ein Buch. Manchmal höre ich einfach nur Musik und erstelle eine neue Playliste, die in meine Stimmung passt.. und dann ist der ganze Alltagswahnsinn ganz schnell vergessen. Ich bin froh das zu können… auch wenn ich in den Urlaub gehe. Mein iPhone ist dabei, aber liegt die meiste Zeit einfach in meiner Tasche.. manchmal bemerke ich gar nicht, dass es sich ausgeschaltet hat, weil der Akku leer war.
    Für mich ein gutes Zeichen… ich bin raus! Das ist mein Weg… Danke für diesen Artikel und nochmal alles Glück für dein kleines Superbaby, dich und deinen Liebsten. 🙂
    Liebste Grüße, Marija

    • Liebe Marja,

      wow, ich bin total beeindruckt darüber, was für bewegende Kommentare mein „Hör auf Dein Herz“ Post bekommen hat. Auch Deinen Beitrag habe ich schon dreimal gelesen – ja, Du hast Recht, manchmal funktioniert man nur noch. Das ist ja nicht immer schlimm… aber es ist gut, wenn man es so wie Du macht und man sich dabei wirklich richtige und bewusste Auszeiten gönnt. Und ich denke auch, dass jeder seine besonderen Auszeit-Momente finden muss. Ob es wie bei Dir das Café ist, ein gutes Buch oder Zeit mit Deinem Mann… Abschalten können ist wirklich toll!

      Im Urlaub konnte ich das auch (deshalb mache ich auch gerne mal All-In Club-Urlaub, denn da muss man an nichts denken….) – auch, wenn mein Handy immer mit dabei ist, weil es einfach alles (auch Kamera & Notizbuch,…) ist.

      Dankeschön für Deine liebe Wünsche für die kleine MissBB Familie!

      Alles Liebe!!!
      Jana

  • Liebe Jana, ich kenne das Gefühl leider sehr sehr gut und kannte auch diese Studie schon. Ich musste am eigenen Leib erfahren, wie Stress sich auf den Körper auswirken kann und habe leider nicht genug daraus gelernt, stressfreier zu leben. Viel schlimmer als all die Aufgaben und Listen (ich liebe Listen) ist bei mir das Gefühl der Aufregung und manchmal Wut, wenn etwas dawischen kommt oder einfach nicht so klappt, wie es auf der Liste steht. Leider lässt die Zeit und der Druck wenig Luft für Sport und Yoga, aber einmal die Woche ein Lauf, dass schaffe ich immer und hilft mir sehr. Grade bin ich in einer besonders hohen Stress Situation und muss mit ansehen, wie eine Person die mir sehr am Herzen liegt, wegen ihrem persönlichen Stress eine Depression oder ein Burnout hat. Ich versuche daraus zu lernen, mehr zu lachen und zufriedener zu sein, da ich große Angst vor so einem Zusammenbruch habe.
    Pass auf dich auf, dann mit Baby BB kommt noch ein kleines Bisschen Stress dazu. <3

    • Liebe Mira,

      wow, so ehrliche und offene Worte! Dankeschön, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst! Ich glaube, je mehr Menschen dazu etwas persönliches erzählen, desto aufgehobener fühlen sich all die, die auch in so einer Situation sind.

      Da hast du einen Punkt getroffen, der mir gar nicht so bewusst war – aber mich ärgert es auch, wenn ich mir etwas vornehme und ich es aus irgendeinem Grund nicht schaffe und das To Do dann noch länger auf der Liste bleibt. Oder aber, wenn ich einen Termin habe, der Termin abgesagt wird und ich nur denke: da hättest Du ja jetzt auch etwas anderes planen können. Was nun Sinnvolles tun mit der Freizeit? Welches To Do könnte ich noch einschieben?

      Schlimm!!!….

      Ja, Burnout und Stress sind leider gerade nicht nur in aller Munde…

      Ich hoffe, das mit BabyBB mehr positiver als negativer Stress dazu kommt – bewältigt durch all die positiven Emotionen und viel Liebe!

      Liebe Grüße & pass auch Du auf Dich auf!!!
      Jana

  • Liebe Jana,
    als erstes hab ich einen kleinen Schreck bekommen, als ich deinen Titel gelesen habe.. Stress?? Oje das wäre gerade jetzt für dich gar nicht schön. Und dachte schon es ist auf dich bezogen. Ich hoffe bei dir ist alles gut und wünsche dir, dass du gerade jetzt vielleicht öfter mal nix tust und das Schwanger sein genießen kannst. Man hört irgendwie immer, dass man bei der ersten Schwangerschaft das schwanger sein nicht so genießen kann, wie zB beim zweiten Kind, weil man sich noch nicht so bewusst ist, wie schnell das alles vorrüber geht ..
    Ich kenne es auch viele Listen zu haben und liebe es abzuhaken und manchmal gehe ich auch morgens um 7 aus dem Haus und bin erst um 9 wieder zu Hause, weil ich nach der Arbeit erst noch einkaufe und dann direkt ins Studio gehe. Ja manchmal ist das eigentlich zu viel, aber auf der Couch sitzen fühlt isch auch komisch an. Es gibt so Tage, wenn ich Sportpause habe, da bin ich viel zu früh zu Hause.. Lust auf haushalt hab ich dann aber auch nicht .. und dann komm tmir die Zeit bis zum Abendbrot unheimlich lang vor. Aber ich sitze dann auch unheimlich schnell am PC, blogge oder bearbeite Fotos und verscrappe Fotos und dann geht die Zeit auch irgendwie vorbei. Als Stress sehe ich es deshalb oft auch nicht. Und dann kommt der moment wo ich mich mal wieder frage, wann hast du dich das letzte mal hingesetzt und gelesen .. im letzten Urlaub, denn sonst komm ich nicht dazu. Da sollte man vermutlich wirklich öfter mal drüber nachdenken.
    Auf der anderen Seite fühle ich mich in meiner Situation zur Zeit zu 100% wohl und kann sagen, dass es zur Zeit nix gibt, dass ich unbedingt ändern wollte. Und ich genieße die Treffen mit Freunden, das Fotografieren oder auch das Jagen und genieße das leben und mache es mir bewusst. Und dann gibt es halt auch Listen mit (meist ungeliebten ) Aufgaben, die bei mir ein Jahr lang herum liegen und nicht abgehakt werden … (Herd reinigen oder Fenster putzen sind solche Aufgaben) .. aber da bin ich entspannt geworden und schreibe zur Beruhigung einfach eine andere neue kleine Liste zB mit Dingen, die ich mir gern kaufen würde und kann dann stattdessen diese Liste abhaken.

    • Liebe Ivi,

      ach süß, dass Du gleich ans kleine Baby gedacht hast. Dem geht’s gut.. aber als ich Deine Worte gelesen habe, habe ich festgestellt, dass sich trotz dem Baby an Bord nichts an meinem Tagesablauf geändert hat. Der sieht genauso aus, wie vorher. Und dann habe ich mir überlegt, ob das gut oder schlecht ist? Ehrlich gesagt kann ich es gar nicht so genau sagen. Gerade die Termine, die ich nach der Arbeit habe sind zu 95 % tolle Termine, die ich gerne wahrnehme. Auch, wenn ich oft erst um 20 oder 21 Uhr Zuhause bin und dann noch schreibe (s. auf die Uhrzeit jetzt…)

      Vielleicht sollte ich mir jedoch auch mal Termine gönnen, die nur entspannt sind. Eine Mami2be Massage zum Beispiel oder… gute Frage was noch, da sollte ich mal überlegen. Nächste Woche gehe ich zum Yoga, das darf ich ausprobieren. Vielleicht wäre das etwas, solange das noch mit Babybauch geht…

      Ich habe auch zwei Listen! Eine mit allem und eine kurze, die sich oft schnell abhaken lässt! Lustig 🙂

      Dann wünsche ich Dir, dass Du auch weiterhin so zufrieden bist – das ist doch perfekt!!!
      Liebe Grüße
      Jana

  • Hallo Jana 🙂
    Das mit dem Yoga kann ich dir nur empfehlen! Vor knapp 3 Wochen zog mein Arzt an der Reißleine. Nach einem kleinem Zusammenbruch auf der Arbeit verschrieb er mir strinkte Bettruhe. Eine Stress-Kardiomyopathie (das broken heard syndrom) hat zugeschlagen. Mein Körper konnte nicht mehr genug Cortisol und weitere Stesshormone abbauen und gab mir die Quittung dafür. Jetzt weiß ich wie wichtig eine Auszeit ist. Grade in meinem Beruf bin ich morgens ab 4:30 Uhr im Dauerstess oft bis 16 oder 17 Uhr. Der Tag geht danach natürlich noch weiter, oft bis in die Nacht hinein. Es gab Phasen da habe ich Nutellagläser leer gelöffelt und ich hatte keine Ahnung warum mein Körper genau das jetzt brauchte. Jetzt nehm ich mir die Zeit für mich. Ich gehe baden, zum Yoga und power mich richtig aus. Seitdem hab ich Nutella nicht mal mehr angerührt! Meine Herzfunktion normalisiert sich wieder. Panik hab ich natürlich trotzdem noch, jeden Morgen beim aufstehen hoffe ich, dass es ein ruhiger Tag wird. Das wird er jedoch nie, mein Puls is quasi dauerhaft auf 180 😉 Ich weiß aber, dass der erste Schritt in die richtige Richtung getan ist, ich muss nur auch dran bleiben!
    Tu dir (und Baby BB) den Gefallen und mach halblang! Da braucht dich jemand die nächsten 70 Jahre 🙂
    Liebste Grüße und hoffentlich bis bald mal!
    Sara

  • Hör auf Dein inneres Kind..es wird Dir sagen, wenn Du einen Gang runterschalten sollst. Und ich meine nicht das Baby in Deinem Bauch, liebe Jana! 😉

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